Abgebrochene Ausbildung: was schreibt man im Lebenslauf?

Es kommt schon mal vor: Die Ausbildung erweist sich bei näherer Betraghtung als Fehlentscheidung und wird demnach abgebrochen; der Berufseinstieg ist deshalb später als geplant. Ein Jobwechsel scheitert und die Kündigung flattert noch während der Probezeit ins Haus. Welcher Lebenslauf ist perfekt?! Aber so entsteht etwas, das alle Personalchefs die Ohren spitzen lässt: Lücken im Lebenslauf. Dies sind Zeiten der Nichtbeschäftigung, die an sich kein Problem darstellen, sie wecken doch die Neugierde und geben freien Raum für Fragen. Nur wie geht man damit um: Soll man sie beschönigen, lieber verschweigen oder gar lügen? Es gibt tatsächlich bessere Alternativen.

Was sind Lücken im Lebenslauf?

Schwarze Löcher im Lebenslauf können schnell entstehen: durch eine längere Krankheit, freiwillige Auszeiten wegen Reisen, Arbeitslosigkeit, Abbruch einer Ausbildung.
Personalverantwortliche spüren diese Ungereimtheiten in Bewerbungsunterlagen schnell auf. Verschweigen bringt in der Regel nichts. Es würde eher zu Zweifeln an der Glaubwürdigkeit und des Bewerbers wecken.

Wann hat man überhaupt eine Lücke im Lebenslauf?

Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden, aber als Faustformel gilt in dem Fall:
Alles, was den Zeitraum von ein bis zwei Monaten überschreitet und nicht ganz genau erklärt wird, gilt als Lücke im Lebenslauf.
Vier Wochen – kann auch ein ausgedehnter Urlaub ausmachen, der zwischen zwei Jobs oder zwischen dem Abschluss und einem Berufseinstieg liegt. Etwa, um seinen Kopf für die neue Aufgabe zu befreien.
Auch eine längere Phase, der beruflichen neu Orientierung, ist völlig in Ordnung. Das darf sechs oder acht Wochen in Anspruch nehmen. Aber nach genau zwei Monaten werden Erklärungen erwartet und von den Personalern kritisch gesehen beziehungsweise nachgefragt.

Lücken in einem Lebenslauf sind demnach Zeiten, die jemand weder mit:
• dauerhafter Beschäftigung noch mit
• Berufsausbildung oder Studium
• einer Weiterbildung
• oder Praktikum

erklären kann. Der Verdacht kommt auf: Der Bewerber war arbeitslos – und das aus einem triftigen Grund.

Lücken sind in Ordnung – Lügen aber nicht

Von allen Möglichkeiten, einen Bruch im Lebenslauf aufzuhübschen, ist eine Lüge die schlechteste Wahl. Der Schuss geht immer nach hinten los: Wer Tätigkeiten oder Weiterbildungen dafür erfindet und im Jobinterview darüber ausgefragt wird, kommt schnell in Erklärungsnot und verliert seine Glaubwürdigkeit. Lüge im Lebenslauf führen zur fristlosen Kündigung auch nachträglich. Im einem Bewerbungsgespräch führen sie zum sofortigen Aus.

Tricks, Brüche im Lebenslauf zu heilen

Zu guter Letzt bleiben einem Bewerber nur zwei Alternativen mit seinen Lücken in der Vita zu verfahren:

– Die Lücken mit glaubwürdigen Fakten zu füllen. Ehrlich erzählen was da los war.
– Eine kluge Erklärung für die Lücke finden. Das bedeutet Lücken im Lebenslauf klug zu verkaufen.

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