Absolute und relative Häufigkeit in Statistik leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter einer absoluten bzw. relativen Häufigkeit?

Diese beiden Häufigkeitsformen werden meist in einer Häufigkeitstabelle angegeben und mittels Kreis- oder Balkendiagramm besser veranschaulicht. Dabei bezeichnet die absolute Häufigkeit die Anzahl der jeweiligen Merkmalsausprägungen. Die relative Häufigkeit gibt im Gegensatz dazu an, wie hoch der Anteil einer Merkmalsausprägung genau ist. Wenn man alle relativen Häufigkeiten zusammenzählt muss das Ergebnis immer 1 oder 100 % sein.

Generell gilt zu beachten, dass relative Häufigkeiten generell aussagekräftiger sind als absolute Häufigkeiten. Zu diesen zwei Häufigkeitsformen können auch noch die kumulierten Häufigkeiten, die so genannten Summenhäufigkeiten, berechnet werden.

Wie können absolute und relative Häufigkeiten berechnet werden?

Gehen wir von dem Beispiel aus das ein Unternehmen von seinen insgesamt 1.000 Kunden erfasst, wie viele sich für eines von 3 Angeboten (Angebot 1, Angebot 2, Angebot 3) entschieden haben. Die Anzahl der Kunden ist dabei die absolute Häufigkeit.

  • 210 von 1.000 Kunden haben sich für das Angebot 1 entschieden. Dies entspricht einer kumulierten Häufigkeit von ebenfalls 210 und einer relativen Häufigkeit von 21 %. Auch die kumulierte relative Häufigkeit beträgt 21 %.
  • 590 von 1.000 Kunden haben sich für Angebot 2 entschieden. Dadurch ergibt sich eine kumulierte Häufigkeit von 800 (diese Zahl erklärt sich da sich 210 Kunden für das Angebot 1 und 590 Kunden für das Angebot 2 und somit gegen Angebot 3 entschieden haben). Für Angebot 2 ergibt sich eine relative Häufigkeit von 59 % und eine kumulierte relative Häufigkeit von 80 %.
  • 200 von 1.000 Kunden haben sich noch für Angebot 3 entschieden. Die kumulierte Häufigkeit liegt dabei bei 1.000. Die relative Häufigkeit beträgt 20 % und die kumulierte relative Häufigkeit logischer Weise 100 %.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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