Adverbiale Bestimmung & Adverbialsatz – Unterschiede

Die Grammatik der deutschen Sprache beinhaltet eine Vielzahl ähnlich klingender Wörter.
Ein Beispiel hierfür sind der Adverbialsatz und die adverbiale Bestimmung. Diese haben auch einiges gemeinsam. Bei näherer Betrachtung gibt es jedoch Unterschiede in ihrer Anwendung.
Der wesentliche Unterschied zwischen Adverbialsatz und adverbialer Bestimmung wird im Folgenden einfach erklärt und anhand einiger Beispiele erläutert.

Beide erfüllen den gleichen Zweck

Adverbialsatz und adverbiale Bestimmung dienen beide der Beschreibung der Umstände in einem Satz. Die genaueren Begebenheiten eines Geschehens werden charakterisiert, und die Art und Weise einer Tätigkeit oder eines Vorganges werden ausführlicher beschrieben.

Ein Adverbialsatz ist ein Nebensatz. Meistens wird dieser durch ein Komma vom Hauptsatz abgetrennt. Adverbialsätze enthalten immer ein Verb.
Beispiele:
Als es dunkel wurde, knipste er das Licht an. Der Adverbialsatz ist „Als es dunkel wurde“.
Als es regnete, blieben sie zu Hause. Der Adverbialsatz ist „Als es regnete“.
Als sie losrannte, musste sie lachen. Der Adverbialsatz ist „Als sie losrannte“.

Eine adverbiale Bestimmung (auch Umstandsbestimmung) bezeichnet ein Satzglied oder eine Satzgliedergänzung. Die adverbiale Bestimmung enthält kein Verb.
Beispiele:
In der Dunkelheit knipste er das Licht an. Die adverbiale Bestimmung ist: „In der Dunkelheit“.
Während des Regens blieben sie zu Hause. Die adverbiale Bestimmung ist: „Während des Regens“.
Beim Losrennen musste sie lachen. Die adverbiale Bestimmung ist: „Beim Losrennen“.

Kleiner Unterschied mit großer Wirkung

Der Unterschied zwischen einem Adverbialsatz und einer adverbialen Bestimmung besteht also darin, dass ein Adverbialsatz ein Verb enthält, die adverbiale Bestimmung hingegen nicht.

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