Zum Inhalt springen
Uni-24.de » Grammatik » Adverbiale Bestimmung & Adverbialsatz – was ist der Unterschied?

Adverbiale Bestimmung & Adverbialsatz – was ist der Unterschied?

Adverbiale Bestimmung & Adverbialsatz

Adverbial, Adverb, Adverbialsatz und adverbiale Bestimmung sind Begriffe, die vor allem aus dem Germanistikunterricht (Deutschunterricht) bekannt sind. Viele deutschsprechende Menschen nutzen Adverben, Adverbialsätze und adverbiale Bestimmungen automatisch, ohne dass ihnen das bewusst ist. Adverben sind Umstandswörter während ein Adverbial eine grammatische Funktion besitzt und aus Teilen eines Satzes besteht. Adverb vs. Adverbial ist wie Umstandswort vs. grammatikalisch relevanter Satzteil. Wobei das Adverbial auch das Adverb beinhaltet.

Adverbial, Adverb, Adverbialsatz und adverbiale Bestimmung sind Begriffe, die vor allem aus dem Germanistikunterricht (Deutschunterricht) bekannt sind. Viele deutschsprechende Menschen nutzen Adverben, Adverbialsätze und adverbiale Bestimmungen automatisch, ohne dass ihnen das bewusst ist. Adverben sind Umstandswörter während ein Adverbial eine grammatische Funktion besitzt und aus Teilen eines Satzes besteht. Adverb vs. Adverbial ist wie Umstandswort vs. grammatikalisch relevanter Satzteil. Wobei das Adverbial auch das Adverb beinhaltet.

Wie wird eine adverbiale Bestimmung charakterisiert?

Eine adverbiale Bestimmung kann auch einfach als Adverbial bezeichnet werden. Die adverbiale Bestimmung ist in der deutschen Sprache wesentlich, um eine Frage auf das „wann, wie, wo und warum“ zu erhalten. Die Frage auf eine bestimmte Begebenheit kann mit der Hilfe der adverbialen Bestimmung beantwortet werden. Wie, wo, wann und warum findet die Begebenheit statt, das beantwortet das Adverbial.

Wann findet ein Ereignis statt

Wann ein Ereignis stattfindet, das wird vom temporalen Adverbial bestimmt. Die Frage nach dem „Wann“ ist die zeitliche adverbiale Bestimmung. Diese Bestimmung wird als Temporalbestimmung bezeichnet. Neben der Frage, „WANN“ ein Ereignis stattfindet können auch „WIE LANGE“ und „WIE OFT“ genutzt werden.

Beispiele zum temporalen Adverbial:

  1. Tom ist heute Abend bei Inge eingeladen. WANN ist Tom bei Inge eingeladen? Heute Abend.
  2. Ella hat drei Jahre lang Fußball gespielt. WIE LANGE hat Ella Fußball gespielt? Drei Jahre.
  3. Regina hat sich zwei Mal umgezogen. WIE OFT hat sich Regina umgezogen? Zwei Mal.

Wo findet ein Ereignis statt

Die adverbiale Bestimmung, wo ein Ereignis stattfindet, das wird auch als „lokales Adverbial“ bezeichnet. Das lokale Adverbial stellt die Frage nach dem „WO“, „WOHIN“ oder „WOHER“.

Beispiele zum lokalen Adverbial:

Ich sitze gerne auf der Couch. WO sitze ich gerne? Auf der Couch.
Alina möchte gerne ins Kino gehen. WOHIN möchte Alina gehen? Ins Kino.
Lauren kommt aus Antwerpen. WOHER kommt Lauren? Aus Antwerpen.

WIE findet ein Ereignis statt

Art und Weise nennt sich diese Form der adverbialen Bestimmung. Es wird nach dem „WIE“ gefragt. Damit handelt es sich um ein sogenanntes modales Adverbial. Das modale Adverbial wird auch als Modalbestimmung bezeichnet.

Beispiele zur Modalbestimmung:

  1. Mit viel Freude gebe ich die Gewinner bekannt. WIE gebe ich die Gewinner bekannt? Mit viel Freude.
  2. Regina spielt sehr gut Fußball. WIE spielt Regina Fußball? Sehr gut.
  3. Der Professor erklärt das Thema verständlich. WIE erklärt der Professor das Thema? Verständlich.

WARUM findet ein Ereignis statt

Die Frage nach dem „WARUM“ ist wichtiger Bestandteil der Kausalbestimmung. Es handelt sich um ein kausales Adverbial, das zur Bestimmung des Grundes dient. Es kann nach dem „WARUM“, nach dem „WESHALB“ und nach dem „WESWEGEN“ gefragt werden.

Beispiele zur Kausalbestimmung:

  1. Das Fußballspiel fällt wegen schlechtem Wetter aus. WARUM fällt das Fußballspiel aus? Wegen schlechtem Wetter.
  2. Der Computer hat einen Wasserschaden und ist defekt. WESHALB ist der Computer defekt? Wegen einem Wasserschaden.
  3. Wegen dem schlechten Dünger ist der Rasen eingegangen. WESWEGEN ist der Rasen eingegangen? Wegen dem schlechten Dünger.

Was ist ein Adverbialsatz?

Ein Adverbialsatz wird auch als Verhältnissatz oder Umstandssatz bezeichnet. Der Adverbialsatz tritt in Form eines Nebensatzes auf. Der Nebensatz fungiert als adverbiale Bestimmung für den übergeordneten Satz. Ein Adverbialsatz ist relativ einfach zu erkennen. Ein solcher Satz kann durch ein Adverb ersetzt werden. Ob ein Adverbialsatz vorliegt, das kann durch Fragen herausgefunden werden.

Beispiele von Adverbialsätzen:

  1. Als die Sonne aufging, flog die Familie in den Urlaub. Ersetzbar mit „Da flog die Familie in den Urlaub.“ Als Adverbialsatz auch durch die Frage „Wann flog die Familie in den Urlaub?“ erkennbar.
  2. Das Paket konnte nicht zugestellt werden, weil die Anschrift nicht stimmte. Ersetzbar mit „Das Paket konnte deswegen nicht zugestellt werden“. Als Adverbialsatz auch durch die Frage „Weshalb konnte das Paket nicht zugestellt werden?“ erkennbar.
  3. Obwohl das Geschäft zu hatte, ist sie dorthin gefahren. Hierzu gibt es keine passende Frage. Es handelt sich dennoch um einen Adverbialsatz. Der Nebensatz kann mit „Trotzdem ist sie dorthin gefahren“ ersetzt werden.

Adverbialsätze sollen als Nebensätze den Umstand eines Ereignisses genauer erläutern. Ein Adverb gibt den Umstand eines Ereignisses durch ein Wort an. Die adverbiale Bestimmung klärt „WANN“, „WIE“, „WO“ und „WARUM“.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 5. August 2022 von