Äquivalenzziffernkalkulation in BWL leicht erklärt + Beispiel

Äquivalenzziffernkalkulation

Die Äquivalenzziffernkalkulation wird in der Regel dann als Kostenträgerstückrechnung eingesetzt, wenn das Unternehmen eine Sortenfertigung anwendet. Das bedeutet, dass das Unternehmen ähnliche Produkte mit einem festen Kostenverhältnis produziert (z.B.: Getränke in unterschiedlichen Abfüllmengen).

Beispiel

Der Limonadenhersteller produziert pro Monat 50.000 1-Liter-Flaschen und 10.000 0,5-Liter-Flaschen Kirschlimonade. Die in Summe anfallenden Kosten betragen 110.000 Euro.

Dem Hauptprodukt, 1-Liter-Flasche Kirschlimonade, wird die Äquivalenzziffer 1 zugeteilt. Die 0,5-Liter-Flasche erhält die Äquivalenzziffer 0,5, da ihre Kosten der Hälfte des Hauptproduktes entsprechen.

Die Stückkosten der beiden Flaschengrößen werden nun wie folgt berechnet: Die Gesamtanzahl an Grundeinheiten beträgt 50.000 x 1 + 10.000 x 0,5 = 55.000. Werden die Gesamtkosten in Höhe von 110.000 Euro auf die Grundeinheiten verteilt, ergeben sich Kosten von 110.000 / 55.000 = 2 Euro pro Grundeinheit. Nach der Multiplikation mit den jeweiligen Äquivalenzziffern ergeben sich Stückkosten für die 1-Liter-Flasche von 2 x 1 = 2 Euro, für die 0,5-Liter-Flasche von 2 x 0,5 = 1 Euro.

Alternative Begriffe: Äquivalenzziffernrechnung, Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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