Aktienoptionsplan in VWL leicht erklärt + Beispiel

Der Aktienoptionsplan ist…

… das verbriefte Recht für Mitarbeiter eines Unternehmens, zukünftig Aktien des Unternehmens zu dem gegenwärtigen Wert zu kaufen.
So sollen sie am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt werden.

Funktion des Aktienoptionsplans

Besonders Aktiengesellschaften nehmen den Aktienoptionsplan als Variante der erfolgsabhängigen Mitarbeiterbezahlung wahr.

Der Vorteil von Aktienoptionsplänen für Unternehmen liegt darin, dass sie den Kurs der Unternehmensaktien nach oben verschieben und gleichzeitig motivationssteigernd auf die Mitarbeiter wirken können,
werden diese durch die Differenz des Aktienwertes von Gegenwart und Zukunft
doch direkt am wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens beteiligt.

Da vor allem Führungskräfte eines Unternehmens maßgeblich für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind, ist es üblich, ausschließlich ihnen Aktienkaufoptionen im Rahmen eines Optionsplans anzubieten.

Inhalt eines Aktienoptionsplans

In der Regel werden Arbeitnehmer für ihre erbrachte Leistung durch einen Stundenlohn oder ein fixes Gehalt entlohnt.

Es ist jedoch auch üblich, Mitarbeiter in der Führungsebene stattdessen am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen, für den sie durch ihre Tätigkeit maßgeblich mitverantwortlich sind.

Durch beispielsweise die Vergabe von Aktien haben die Führungskräfte, welche nun zugleich Aktionäre sind, direkten Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Unternehmens.
So entsteht ein persönliches Interesse daran, den Erfolg des Unternehmens zu fördern.

Im Aktienoptionsplan wird dabei festgehalten, welcher Mitarbeiter wann wie viele Aktien zu welchem Preis kaufen darf.
So erhält der begünstigte Mitarbeiter das verbriefte Recht, Aktien seines Unternehmens nach einer Wartezeit zu einem festgelegten, und somit marktunabhängigem Wert, zu erwerben.

Neben dem realen Aktienoptionsplan , welcher tatsächliche Aktienoptionen vergibt, gibt es auch den fiktiven Aktienoptionsplan ,
welcher dem Mitarbeiter die Auszahlung der Differenz zwischen gegenwärtigem Wert einer Unternehmensaktie und zukünftigem Marktpreis zugesteht, ohne dass dieser jedoch zum Aktionär des Unternehmens wird.

Beispiel

Svenja von Stein ist Managerin eines großen DAX-Konzern und erhält, um an seinem Erfolg beteiligt zu werden, einen Aktienoptionsplan welcher 5000 Aktienoptionen enthält, die sie zu dem gegenwärtigen Wert von 20 Euro nach einer Wartezeit von fünf Jahren kaufen kann.

Die Aussicht auf einen Gewinn, wenn Sie es schafft den Aktienkurs des Konzerns innerhalb der fünf Jahre zu steigern, motiviert Svenja, den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern.
So steckt Sie viel Zeit und Energie in Pläne zu Verbesserung der Effizienz und des Marketings und erreicht einen Anstieg des Aktienkurses von 20 Euro auf 80 Euro.

Auf diese Weise hat Svenja nun 60 Euro Gewinn pro Aktie erziehlt.
Nimmt sie alle Aktienoptionen wahr, ist Svenja von Stein nun also um 300.000 Euro reicher.

Die wichtigsten Punkte

  • Aktienoptionspläne beteiligen Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens
  • Mitarbeiter können mit Aktienoptionsplänen in Zukunft Aktien zum gegenwärtigen Preis erwerben
  • Es gibt reale und fiktive Aktienoptionspläne

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