Akustische Gitarre nach klassischem Prinzip stimmen

Russisches TVSicher haben die meisten Gitarristen das schon erlebt: Man ist auf einer Party oder sitzt in gemütlicher Runde um den Weihnachtsbaum und möchte Freunde und Verwandte mit ein wenig Musik beglücken. Also wird zur Gitarre gegriffen, die genau für diesen Anlass mitgebracht wurde. Beim Anschlag der ersten Saite jedoch merkt man sofort, dass da etwas nicht stimmt. Oder besser gesagt, dass da etwas nicht gestimmt ist. Und zwar die Gitarre. Aber jetzt liegt doch glatt das Stimmgerät zu Hause! Was tun?

Um solchen Momenten in Zukunft vorzubeugen, gibt es hier nun die Anleitung, wie die Gitarre auch ohne das Gerät gestimmt werden kann. Und keine Angst, es mag komplizierter scheinen, als es tatsächlich ist.

Gitarre selbst stimmen – online Tutorial

Als erstes ist es wichtig, die einzelnen Saiten zu kennen. Eine Gitarre hat normalerweise 6 (es gibt auch welche mit 12, aber wir gehen jetzt in dieser Anleitung von 6 aus). Beim Stimmen fangen wir von der obersten, also der akustisch tiefsten und optisch dicksten an. Das ist die E-Saite. E deshalb, weil diese “leer” angeschlagen, den Ton E wiedergibt. Die darunter ist die A-Saite, dann folgen D, G, H beziehungsweise B (es stimmen beide Bezeichnungen, da H im Grunde der selbe Ton ist wie B) und wieder E, welches aber diesmal um einiges höher ist.
Wem das jetzt doch etwas zu verwirrend ist und wer sich das schlecht merken kann, für den ist vielleicht folgender Merksatz hilfreich. Wir fangen wieder von oben an zu bestimmen, und der Anfangsbuchstabe jedes neuen Wortes steht für den Ton der Seite:

  • E ine
  • A alte
  • D ame
  • G eht
  • B is
  • E ssen

Mit dem Stimmen fangen wir also auch auf der tiefen E-Note an. Um den korrekten Ton zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist, sich den Ton immer wieder vorspielen zu lassen und die oberste Saite nach diesem Ton zu stimmen. Den Ton E gibt es auf verschiedenen Seiten im Internet, beispielsweise hier:

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http://einklich.net/etc/e1.mid

Für diverse Smartphones stehen auch entsprechende Apps zur Verfügung.

Klingen beide Töne gleich, ist die Saite richtig gestimmt

Weiter geht es mit der darunter liegenden A-Note. Um den korrekten Ton zu finden, der genau wie das E als Vorlage dient, greift man den fünften Bund der E-Note und vergleicht den Ton mit der leeren A-Saite.

Ist auch die A-Note gestimmt, macht man mit der D-Saite weiter. Das D, das wieder als Vergleichsgrundlage genutzt werden soll, liegt auf dem fünften Bund der A-Saite. Wiederum werden so beide Töne verglichen.

Für das darunterliegende G greift man auf der D-Saite den fünften Bund und führt erneut den akustischen Vergleich durch.

Den Ton B beziehungsweise H findet man jedoch auf dem vierten Bund der Saite G.

Für den nächsten und letzten Ton greift man wie gewohnt den fünften Bund, diesmal auf der H/B-Saite.

Zum Abschluss lässt man alle sechs Saiten nacheinander anklingen, um zu hören, ob sie auch wirklich alle so harmonisch klingen, wie sie sollen. Fällt eine Saite durch Missklang auf, wird diese nach oben erklärtem Prinzip nachgestimmt. Danach sollte dem fröhlichen Musikabend nun wirklich nichts mehr im Wege stehen. Viel Spaß!

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