Alte Heizkörper entsorgen – wie & wo? – Aufklärung

Alte Heizkörper entsorgen

Wer die Modernisierung einer alten Heizungsanlage plant oder vielleicht schon vollzogen hat, steht oftmals vor den Resten der alten Anlage. Vielleicht wurde auch nur ein alter Heizkörper ausgetauscht oder man findet einen in den Hinterlassenschaften anderer Menschen. Was macht man damit? Wo bringt man es hin und holt es vielleicht jemand ab? Da die meisten alten Heizkörper aus Metall bestehen, sind sie erst einmal Altmetall.

Damit gehören sie zum klassischen Schrott und können auch als solcher entsorgt werden. Dafür sollte der Heizkörper jedoch entleert sein. Das Wasser, welches meist im Heizkörper für Wärme sorgte, sollte vorher abgegossen werden. Man kann die Entsorgung selbst in die Hand nehmen oder eine spezielle Firma damit beauftragen. Wohin genau die alte Heizung kommt und welcher Heizkörper anderen Bestimmungen unterliegt, klärt der folgende Artikel.

Verschiedene Arten von Heizkörpern

Da es verschiedene Arten von alten Heizkörpern gibt, gibt es auch verschiedene Maßnahmen und Vorschriften bei deren Entsorgung. Während der klassische Rippenheizkörper oder Plattenheizkörper aus Metall besteht und als solcher entsorgt werden kann, gibt es ältere Modelle, die anders entsorgt werden müssen. Zu ihnen gehören beispielsweise alte Porzellanheizkörper, die vor allem in der DDR etabliert wurden. Sie sind aus Keramik gefertigt und müssen zum Wertstoffhof gebracht werden. Dort werden sie allerdings zum klassischen Hausmüll gegeben oder teilweise beim Bauschutt entsorgt. Die Bestimmungen variieren je nach Gemeinde und Bundesland.

Modernere Röhrenheizkörper bestehen ebenfalls mehrheitlich aus Metall und werden, genau wie die Platten- oder Rippenheizkörper, beim Altmetall entsorgt. Vorsicht ist bei alten Nachtspeicheröfen geboten! Auch wenn ihre Hülle oft aus Metall besteht, verbirgt sich in ihrem Inneren oftmals Asbest, PCB, Chrom oder KFM. Diese Stoffe sind extrem gesundheitsgefährdend und gelten als Sondermüll.

Alte Nachtspeicherheizungen entsorgen

Bis 1984 wurde in den strombetriebenen Heizkörpern Asbest verbaut. Nachtspeicheröfen, die vor dem Juli 1989 gefertigt wurden, können zudem künstliche Mineralfasern (KMF) enthalten, welche wie auch Asbest gesundheitsgefährdend sind. Bis Juli 2000 wurde das heute als krebserregend bekannte PCB (polychloriertes Biphenyle) verbaut und bis heute können stark chromhaltige Speichersteine im Innern von Nachtspeicherheizungen stecken. Dies alles sind Gründe, warum diese Heizkörperform als Sondermüll gilt. Daher kann man eine solche alte Heizung nicht selbst entsorgen.

Ausschließlich Fachfirmen mit einer Genehmigung nach TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrenstoffe), dürfen die Öfen/Heizkörper Zerlegen und Entsorgen. Dabei verzichten viele Betriebe komplett aufs Zerlegen vor Ort, um Mensch und Umwelt nicht zu gefährden. Die Heizkörper werden reißfest und luftdicht verpackt und abtransportiert. Die Kosten trägt der Besitzer und sie liegen bei bis zu 250 Euro pro Gerät.

Selbst entsorgen oder Fachfirma beauftragen

Einen ungefährlichen und normalen Heizkörper kann man entweder selbst abtransportieren und zur lokalen Entsorgungsstelle, dem Schrottplatz oder dem Wertstoffhof bringen oder man beauftragt eine Fachfirma bzw. das lokale Entsorgungsunternehmen. Hierbei sollte man jedoch wissen, dass man den alten Heizkörper auch verkaufen kann. Je nachdem, wie hoch der Schrottpreis liegt, bekommt man noch einige Euros für die alten Heizungen. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn man mehrere alte Heizungen entsorgen muss.

Wer nicht unbedingt Geld dafür haben möchte, kann die Heizung auf dem Wertstoffhof meist kostenlos entsorgen. Lässt man sie abholen, können unter Umständen die örtlichen Gebühren dafür anfallen. Einige Gemeinden erlauben es, den alten Heizkörper zum Sperrmüll dazuzustellen. Hier lohnt es sich, vorweg Informationen einzuholen. Vor allem, wenn man kein Fahrzeug zur Entsorgung zur Verfügung hat, ist dies eine gute Alternative. Wer keine Arbeit möchte und bei wem die Gemeinde einem nicht entgegenkommt, der kann auch eine private Firma mit der Entsorgung beauftragen. Die Kosten hierfür variieren stark.

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