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Alternativen zum Kabelfernsehen – welche gibt es? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Als Fernseher als Massenprodukt auf dem Markt erschienen, war die einzige Möglichkeit, um ein Bild auf seinem Gerät zu empfangen, dieses mit einem Kabelanschluss zu verbinden. Auch wenn Kabelfernsehen immer noch die am weitesten verbreitete Fernsehempfangsart in Deutschland ist, gibt es heute doch zahlreiche Alternativen.

Satellit

Der wohl gängigste Weg um einen Kabelanschluss zu ersetzen ist den Fernseher per Satellitensignal zu verbinden.
Hierfür muss allerdings erst eine Satellitenschüssel sowie Zusatzequipment erworben und aufgebaut werden, was grundlegendes technisches Verständnis und etwas handwerkliches Geschick erfordert. Wichtig beim Aufbau ist darauf zu achten, dass die Schüssel gen Süden ausgerichtet ist, denn nur dann kann sie die Satellitensignale wie gewünscht empfangen und in Fernsehbilder umwandeln.

Der Aufwand lohnt sich aber, immerhin empfängt man per Satellit die größte Sendervielfalt in Deutschland und erhält zusätzlich auch einige internationale Sender. Zudem lassen sich Produkte wie “HD+ sat” ausschließlich mit Hilfe von Satellitenschüsseln empfangen, wer also Fan gestochen scharfer Bilder ist, für den ist eine Satellitenschüssel das Mittel der Wahl, um den Standard Kabelanschluss zu ersetzen. Auch wenn die Anschaffungskosten bei mehreren 100 Euro liegen, sprechen die geringen Instandhaltungskosten für Satellitenschüsseln. Möchte man auch Privatsender in High Definition genießen, muss man etwas tiefer in die Tasche greifen und ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen.

In manchen Mietwohnungen sind Satellitenschüsseln allerdings unerwünscht, was dem Fernsehempfang einen Strich durch die Rechnung machen kann. Auch Unwetter können den sonst stabilen Empfang von Satellitenschüsseln drosseln.

Streaming

Mit einem Internetanschluss lassen sich viele Fernsehsender auf den meisten internetfähigen Geräten streamen. Da die meisten Haushalte sowieso an das Breitbandnetz angeschlossen sind, stellt dies wohl die kostengünstigste Alternative zum Kabelfernsehen dar, immerhin werden keine zusätzlichen Hilfsmittel wie Antennen, Kabel, oder ähnliches benötigt.

Es gibt verschiedene Apps, welche dabei helfen, die zahlreichen Sender auf Smartphone, Tablet oder dem heimischen Smart-TV anzuzeigen.
Dabei lässt sich entweder auf ein kostenloses Angebot eines Dienstleisters zurückgreifen oder man bekommt für wenig Geld zusätzliche Vorteile geboten.
Einer der bekanntesten Streamingdienstleister ist Zatoo, welcher es ermöglicht, über 90 Sender, darunter ARD und ZDF, komplett kostenfrei anzusehen. Auf Smart-TVs sind jedoch nur die 30 Stunden monatlich kostenfrei anschaubar, danach muss man sich nach anderen Möglichkeiten umsehen oder man greift zum Premium Abomodell, welches für knapp 10 Euro unbegrenzte Streamingzeit auf allen Geräten und mehr gleichzeitige Streams ermöglicht. Dieses Premium Modell beinhaltet dann auch Privatsender wie ProSieben und ermöglicht es, Sendungen aufzuzeichnen.

Die Sender der ProSiebenSat.1 Gruppe lassen sich aber auch über ihren hauseigenen Streaminganbieter Joyn empfangen – komplett kostenlos. Zusätzlich lassen sich mit diesem auch DMAX, Comedy Central, Sport 1 und zahlreiche weitere beliebte Fernsehsender auf das gewünschte Endgerät streamen. Wer hier zum Bezahlmodell mit der Bezeichnung “Joyn Plus” greift, den erwarten 6 Pay-TV-Sender, eine große Auswahl an Filmen und Serien, sowie die Möglichkeit, das Bild in HD-Auflösung genießen zu können.

Freenet TV

Beim Freenet TV, welches gelegentlich auch als DVB-T2 bezeichnet wird- werden Fernsehsignale höchst effizient übertragen. Um Freenet TV empfangen zu können wird neben einer Antenne für circa 20 Euro ein zusätzliches Gerät, beispielsweise ein Receiver oder Stick, benötigt. Viele moderne Fernsehgeräte haben solch ein DVB-T2 Modul bereits integriert, sodass lediglich eine Antenne benötigt wird.

Etwa 80 % der Haushalte in Deutschland können Freenet TV empfangen. Für monatlich 6,99 Euro lassen sich sowohl 20 private als auch 20 öffentlich-rechtliche Sender in Full-HD Qualität empfangen. Das genaue Senderangebot ist Standortabhängig.

DSL statt Kabel

Besitzer eines DSL-Anschlusses mit ausreichender Bandbreite können über diesen das Fernsehsignal übertragen. Vorher muss aber ein spezieller Receiver mit dem WLAN-Router und dem Fernseher verbunden werden. Die benötigten Receiver ermöglichen HD Bildqualität und können auch als Rekorder verwendet werden, um Fernsehsendungen aufzuzeichnen und später wieder abspielen zu können.

Der Service der Telekom hierfür nennt sich Magenta TV und hat die größte Senderauswahl. Dieser bietet über 150 Free-TV-Sender an, von welchen knapp die Hälfte in HD empfangen werden kann.

Vodafones Angebot mit der Bezeichnung “Internet & Phone + GigaTV Net” bietet lediglich 66 frei empfangbare Sender. 50 hiervon sind in High Definition verfügbar.
In dem von 1&1 angebotenen Service lassen sich circa 50 der 90 verfügbaren Sender in HD schauen.
Die Preisgestaltung der einzelnen Angebote ist sehr individuell und durch Pay-TV Inhalte erweiterbar.

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