Anfangsbestand in VWL leicht erklärt + Beispiel

Der Anfangsbestand ist…

… die Größe, die den anfänglichen Bestand eines Bestandskontos angibt.
Man erhält den Anfangsbestand eines Kontos, sobald die Positionen der Eröffnungsbilanz entsprechend darauf übertragen wurden.

Abgelesen werden kann der Anfangsbestand auf der Soll-Seite eines Aktiv-Kontos oder auf der Haben-Seite eines Passiv-Kontos.

Berechnung des Anfangsbestands

An sich ergibt sich der Anfangsbestand direkt aus der Eröffnungsbilanz.
Er kann ganz einfach aus den dort aufgeführten Positionsgrößen ermittelt werden.

Zuvor muss jedoch die Eröffnungsbilanz aufgestellt werden.
Dazu wird eine Inventur vorgenommen, bei der aufgenommen wird welche Güter in welcher Menge in die Unternehmensgründung eingebracht werden und meistens auch, welchen Wert beziehungsweise welchen Preis diese Güter haben.

Als Ergebnis der Inventur entsteht eine Auflistung, aus der die Eröffnungsbilanz des Unternehmens erstellt werden kann. Aus dieser wiederum kann, wie oben beschrieben, der Anfangsbestand errechnet werden.

Direkter Zusammenhang zwischen Anfangs- und Endbestand

Am Ende einer Periode wird ein Konto geschlossen und sein Bestand in ein anderes Konto überführt.
Um den Bestand zu ermitteln wird ein Saldo, also der Endbestand des Kontos, ermittelt.
Dabei werden alle Zu- und Abgänge, die sich durch auf dieses Konto gebuchte Geschäftsvorfälle ergeben haben gegeneinander aufgerechnet und – das Ergebnis zum Anfangsbestand des Kontos hinzuaddiert.
So besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Anfangs- und Endbestand eines Kontos.

Die wichtigsten Punkte

  • Der Anfangsbestand ergibt sich aus der Eröffnungsbilanz
  • Er gibt den anfänglichen Bestand eines Bestandskonto an
  • Durch Buchung von Geschäftsvorfällen erhöht oder senkt sich der Anfangsbestand im Laufe einer Periode

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