Anlagenspiegel in ReWe leicht erklärt + Beispiel, Formel & Definition

Grundlagen de Anlagenspiegels

Nach §2 268 Abs.2 HGB sind mittelgroße bis große Kapitalgesellschaften dazu aufgefordert, die Entwicklung des Anlagevermögens im Anhang des Jahresabschlusses dazustellen. Dies erfolgt in der Regel tabellarisch im Anlagenspiegel.

Beispiele für einen Anlagenspiegel

Der Anlagenspiegel wird anhand einer Zeile erstellt für je ein Anlagevermögen erstellt. So wird im März des Geschäftsjahres eine Anlage in Höhe von 200.000€ und einer Nutzungsdauer von 5 Jahren erworben. Weiterhin wird die Lineare Abschreibung angewandt. Der Anfangsbestand der Anlage ist mit 0 zu bestimmen, da es sich um die erste gekaufte Maschine handelt. Sie wird mit ihren Anschaffungskosten in der Spalte „Zugänge eingetragen“.

Anlagenspiegel – Teil 1 Historische Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Historische Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Anfangsbestand Zugänge Abgänge Umbuchungen Endbestand
technische Anlagen und Maschinen 0 200.000 0 0 200.000
Kumulierte Abschreibung

Die Abschreibung auf die Maschine beträgt im Geschäftsjahr 40.000 € (200.000 € / 5 Jahre) und wird in die Spalte Zugänge im Bereich Kumulierte Abschreibung eingetragen.

Anlagespiegel – Teil 2 (Kumulierte Abschreibung)

Kumulierte Abschreibungen

Anfangsbestand Zugänge Abgänge Umbuchungen Endbestand
technische Anlagen und Maschinen 0 40.000 0 0 40.000

Nettobuchwerte

Wenn man die kumulierte Abschreibung in Höhe von 40.000 € von den historischen Anschaffungskosten in Höhe von 200.000 subtrahiert, erhält man als Ergebnis den Nettobuchwert von 160.000€

Anlagespiegel – Teil 3 (Nettobuchwerte)

Nettobuchwerte

Anfangsbestand Endbestand
technische Anlagen und Maschinen 0 160.000
Aus dem Anlagengitter kann man also ablesen, dass
im Geschäftsjahr 200.000 € investiert wurden und
das Anlagevermögen bereits zu 20 % abgeschrieben ist.

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