Arbeitgeberdarlehen in VWL leicht erklärt + Beispiel

Ein Arbeitgeberdarlehen ist…

…ein Kredit, der nicht etwa durch die Bank sondern – wie der Name schon andeutet – den Arbeitgeber des Kreditnehmers vergeben wird.

Die Höhe überschreitet dabei den Monatslohn des Arbeitnehmers, andernfalls liegt kein Arbeitgeberdarlehen sondern eine Vorschusszahlung.

Für den Arbeitgeber ist die Vergabe des Darlehens an einen Mitarbeiter häufig ein Vertrauensbeweis und werden nicht ausgegeben, um sich an den Zinsen zu bereichern. Deshalb fallen diese in den meisten Fällen deutlich geringer aus als Zinsen für Bankkredite.
Aus diesem Grund ist es für Arbeitnehmer in Geldnot empfehlenswert, vor dem Gang zur Bank erst mal bei ihrem Arbeitgeber um das Darlehen zu bitten.

Eigenschaften eines Arbeitgeberdarlehens

Neben Banken können auch Unternehmen oder Privatpersonen Darlehen vergeben, also Geld verleihen.
Am Namen des Arbeitgeberdarlehens abzulesen ist es in seinem Fall der Arbeitgeber, also ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern ein Darlehen aushändigt.
Von einem tatsächlichen Darlehen wird dabei erst ab einer Höhe gesprochen, die den Monatslohn des Arbeitnehmers übersteigt.

Vorteile des Arbeitgeberdarlehens sind für das Unternehmen, also den Arbeitgeber, dass eine Vertrauensbasis zu dem entsprechenden Mitarbeiter aufgebaut und somit emotional an das Unternehmen gebunden wird.
Der Arbeitnehmer profitiert bei der Inanspruchnahme eines Arbeitgeberdarlehens vor allem von den deutlich geringeren Zinsen als bei Bankkrediten.

Übliche Regelungen bei der Vergabe eines Arbeitgeberdarlehens

Gesetzliche Regelungen gibt es über die Ausgestaltung eines Arbeitgeberdarlehens nicht, es gibt aber einige Punkte, die von den beiden Vertragspartnern beachtet werden sollten:

  • Alle Rahmenbedingungen müssen schriftlich und detailliert festgehalten werden, das beinhaltet
    • Darlehenshöhe,
    • Effektivzins,
    • Laufzeit,
    • Sicherheiten,
    • Rückzahlungsmodalitäten</i>
    • und Kündigungsmöglichkeiten
  • Der Arbeitnehmer muss sich über die Belastung des Vertrauensverhältnisses zum Arbeitgeber und eine eventuelle Kündigung bei Nicht-Rückzahlung des Darlehens im Klaren sein
  • Ein Arbeiterdarlehen ist in den allermeisten Fällen zweckgebunden und hat für den Arbeitgeber oftmals das Ziel, seinen Mitarbeiter sinnvoll zu Fördern oder zu unterstützen
  • Der Arbeitnehmer darf von einem Arbeitgeberdarlehen nicht die Produkte des Arbeitgebers erwerben – dies ist gesetzlich verboten
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Die wichtigsten Punkte

  • Ein Arbeitgeberdarlehen wird durch den Arbeitgeber an seine Mitarbeiter vergeben
  • Es ähnelt einem klassischen Kredit, ist aber oftmals zinsgünstiger
  • Es ist in vielen Fällen zweckgebunden

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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