Arbeitslosenquote in VWL leicht erklärt + Beispiel

Die Arbeitslosenquote ist…

… der Prozentsatz, den Anteil der Arbeitslosen Bevölkerung innerhalb einer Bevölkerungsgruppe angibt.

Anhand der Arbeitslosenquote können die Beschäftigungslage gemessen und Aussagen über die entsprechende Volkswirtschaft getätigt werden.
Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die wirtschaftliche Lage sich in einem besseren Zustand befindet, umso höher die Beschäftigungslage und damit umso geringer die Arbeitslosenquote ist.
Das liegt daran, dass eine geringe Arbeitslosenzahl ein Indiz für eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften ist, welche wiederum ein Indiz für ein Wirtschaftswachstum ist.

Bei der Bewertung einer Arbeitslosenquote muss berücksichtigt werden, dass nicht die Anzahl aller Nicht-Erwerbstätigen, sondern nur die Anzahl tatsächlich als Arbeitslos gemeldeter Personen in die Berechnung der Arbeitslosenquote mit einfließt.

Bedeutung der Arbeitslosenquote

Dadurch, dass an der Arbeitslosenquote der Arbeitslosenquote der Wohlstand einer Nation eingeschätzt werden kann, gehört sie mit zu den wichtigsten Kennzahlen einer Volkswirtschaft .

Um den Wohlstand genau einzuschätzen müssen jedoch auch weitere Faktoren, wie der Entwicklungsstand der betrachteten Nation betrachtet werden.
Bei einer sehr hohen Arbeitslosenquote kann allerdings fast immer von einem niedrigen oder zumindest stark abfallendem Wohlstand in dieser Nation ausgegangen werden.

Eine hohe Arbeitslosenquote treibt die betroffene Wirtschaft nämlich oft in einen Teufelskreis:
Durch die hohe Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung sinkt das Einkommen und damit die allgemeine Kaufkraft.
Das wirkt sich auf die Produktionsmengen und Umsätze der ansässigen Unternehmen aus, wodurch weniger Arbeitskräfte gebraucht und bezahlt werden können.
So kann es zu Entlassungen und einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen und der Teufelskreis beginnt zu noch härteren Bedingungen von vorne.

Wird er nicht aufgehalten, kann das sogar zu so einer Unzufriedenheit in der Bevölkerung führen, dass soziale Komplikationen und Unruhen auftreten können.
Diese treten nachweislich vermehrt auf, wenn der Grenzwert der Arbeitslosenquote von 10 Prozent überschritten wurde.
Formen sind Demonstrationen, Ausschreitungen bis hin zu Aufständen.

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Berechnung der Arbeitslosenquote

Die allgemeine Formel zur Berechnung der Arbeitslosenquote lautet:
Zahl der Arbeitslosen*100/(Zahl aller Erwerbstätigen + Zahl der Arbeitslosen)=Arbeitslosenquote

Unterschiede gibt es jedoch zwischen der Berechnung der Arbeitslosenquote verschiedener Nationen darin, ab wann eine Person als arbeitslos gezählt wird und welche Personen zur gesamten Erwerbsbevölkerung dazugerechnet werden .

In Deutschland gilt beispielsweise jeder als Erwerbstätig, der an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teilnimmt.
Dieser Punkt wird besonders kritisiert, da ein Erfolg dieser Maßnahmen nicht zu 100 Prozent garantiert ist und die Personen weiterhin staatliche Transferleistungen erhalten.

Die wichtigsten Punkte

  • Die Arbeitslosenquote ist eine wichtige, volkswirtschaftliche Kennzahl
  • Sie gibt den Anteil der Bevölkerung an, der nicht beschäftigt ist
  • Ist sie zu hoch beweist das eine schlechte volkswirtschaftliche Lage und führt zu sozialen Unruhen

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