Arbeitszeitmodelle in VWL leicht erklärt + Beispiel

Arbeitszeitmodelle sind…

… Konzepte, nach denen sich ein Arbeitgeber bei der Einteilung der Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter richtet.
Ein Arbeitszeitmodell kann entweder die Verteilung fester Arbeitszeiten mit einer täglich festen Stundenanzahl oder eine flexible Stundenvergabe nach Bedarf des Arbeitgebers und Präferenzen des Arbeitnehmers beinhalten.

Das gewählte Arbeitszeitmodell muss in Betriebsvereinbarungen, Tarif- und Arbeitsverträgen festgeschrieben werden und sich an verschiedenen gesetzlichen Regelungen orientieren.

Starre und flexible Arbeitszeitmodelle

Ein Arbeitszeitmodell mit festen Arbeitszeiten bietet dem Arbeitgeber und Arbeitgeber den Vorteil eines festen Rahmens und Monatseinkommen.
Der Trend geht jedoch in Richtung von flexiblen Arbeitszeitmodellen , da dieser dem Arbeitgeber einen bedarfsgerechteren Einsatz von Arbeitskräften und den Arbeitskräften größere Freiräume bei Lebensplanung und Freizeitgestaltung bietet.

Gesetzliche Regelungen

Um den Arbeitnehmer vor Überlastung zu schützen, wurden im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) verschiedene Regelungen aufgestellt, zu denen auch die Festlegung erlaubter Arbeitszeitmodelle, sowie die grundsätzliche Beschränkung des Arbeitstages auf acht Stunden und das umfassende Mitspracherecht des Betriebsrates gehören.
Den achtstündigen Arbeitstag betreffend gibt es allerdings eine Anzahl an Ausnahmen.
Das konkrete Arbeitszeitmodell wird dann innerhalb der gesetzlichen Schranken in Tarif-, Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarungen aufgestellt.

Arbeitszeitkonten

Arbeitszeitkonten sind ein flexibles Arbeitszeitmodell, das den Beschäftigten ermöglicht, sich die eigene Arbeitszeit weitestgehend selbstständig einzuteilen.

Weit verbreitet ist dabei das Konzept der Gleitzeit , bei dem die zu leistende Arbeitszeit in eine Kernarbeitszeit mit Anwesenheitspflicht und eine frei organisierbare Rahmenarbeitszeit unterteilt ist.
Alle geleisteten Stunden werden auf dem Arbeitszeitkonto festgehalten.
Die Anzahl der abzuleistenden Stunden wird üblicherweise durch eine Ober- und eine Untergrenze beschränkt.
Dadurch können Plus- oder Minusstunden auf dem Arbeitszeitkonto entstehen, die langfristig ausgeglichen werden können.
Inzwischen ist es jedoch auch üblich ganze Jahresarbeitszeitkonten oder Lebensarbeitszeitkonten einzurichten und so dem Arbeitnehmer eine nahezu grenzenlose Freiheit in seiner Zeiteinteilung zu gewähren.

Auch interessant:  Der Hawthorne Effekt in VWL leicht erklärt + Beispiel

Die wichtigsten Punkte

  • Arbeitszeitmodelle beinhalten Bestimmungen zur Arbeitszeit
  • Es gibt flexible und starre Konzepte
  • Sie richten sich nach rechtlichen Regelungen

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here