Aufklärung Epoche – Literatur & Merkmale

Nach der Barock-Zeit folgte 1720 die Epoche der Aufklärung. Diese dauerte rund 65 Jahre und war geprägt durch die Vernunft und Freiheit des Menschen. Die Aufklärung forderte vor Allem Veränderungen in der Politik, Gesellschaft und Kultur.

Ausschlaggebend für die Entstehung dieser Epoche war eine zunehmende Unzufriedenheit über die damals herrschende Staatsform, der Absolutismus. Vor allem Akademiker trieben den Drang zu Freiheit und Demokratie voran.

Geleitet von Verstand, Vernunft und realitätsnaher Wahrnehmung, lernten die Menschen zu dieser Zeit, Vorgaben und Themen zu hinterfragen. Die Aufklärung hatte also eine erzieherische Funktion und verleitete dazu, über die damals herrschende Lebenssituation, Politik, Religion aber auch Wissenschaft, kritischer nachzudenken.

Die Forderung nach Toleranz gegenüber verschiedenen Kulturen und Religionen war ebenso ein wichtiges Thema.
Der Freigeist der Menschen wurde immer stärker, bis schließlich ein Ende der Unterdrückung bevorstand, und sich eine Demokratie durchsetzte.
Der Glaube an ein Leben nach dem Tod wurde rückläufig und Optimismus machte sich breit.
Zu den wichtigsten Vertretern dieser Zeit zählten unten anderem Immanuel Kant und Gotthold Ephraim Lessing.

Auch neuartige philosophische Strömungen wie der Rationalismus, oder erkenntnistheoretische Positionen wie der Empirismus verbreiteten sich in der Epoche der Aufklärung.

Vertreter des Rationalismus war Rene Descartes, welcher damit begann, all sein momentan vorhandenes Wissen anzuzweifeln und zu hinterfragen. Durch die Benutzung des Verstandes und rationales Denken wurde von nun an neues Wissen erworben.
Der Empirismus stellt vor allem die Anwendung und Benutzung der menschlichen Sinne in den Vordergrund. Durch diese wird zusätzlich Wissen erlangt. Vorreiter für den Empirismus war der Philosoph John Locke.

Die wichtigste literarische Form was das Lehrgedicht, das bürgerliche Trauerspiel und die Fabel.

Literatur

  • Gotthold Ephraim Lessing: Miss Sara Sampson (1755), Emilia Galotti (1772), Nathan der Weise (1779)
  • Johann Christoph Gottsched: Versuch einer kritischen Dichtkunst vor die Deutschen (1730), Sterbender Cato (1732)
  • Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen (1746-48), Leben der schwedischen Gräfin von G (1747-48)

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