Ausfuhrlieferung im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Für sogenannte Drittländer (zu denen China, die Schweiz, USA und alle Länder, die nicht zur EU gehören) gilt, dass Ausfuhrlieferungen dorthin (§ 6 UStG) von der Umsatzsteuer befreit werden, wenn alle Voraussetzungen nach § 6 UStG und § 4 Nr. 1 a erfüllt werden.

Eine Ausfuhrlieferung (laut § 6 Abs. 1 UStG) liegt dann vor, wenn

…ein Gegenstand durch einen Unternehmer in ein Drittland versendet oder befördert wird.

…ein Kunde beziehungsweise Abnehmer einen Gegenstand in ein Drittland versendet oder befördert hat und wenn es sich zu dem um einen ausländischen Kunden beziehungsweise Abnehmer handelt. Dabei ist es egal aus welchem anderen Land er kommt.

Beispiel Ausfuhrlieferung

Ein in Köln ansässiges Unternehmen versendet seine Ware (Wert von 1.000€ netto), mit einer Spedition, an ein in den USA ansässiges Unternehmen. So ist die Lieferung dorthin von der Umsatzsteuer befreit. Auf der Rechnung muss ein Verweis stehen dass es sich um eine steuerfreie Auslieferung handelt (§ 14 Abs. 4 Nr. 8 UStG).

Der Kölner Unternehmer ist dazu verpflichtet nachweisen zu können, dass er die Voraussetzungen für eine steuerfreie Ausfuhr erfüllt (§ 6 Abs. 4 UStG). Dieser Nachweis muss belegmäßig durch einen Ausfuhrnachweis (§§ 8-12 UStDV) und ebenfalls buchmäßig (§ 13 UStDV) erfolgen.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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