Ausleihungen in BWL leicht erklärt + Beispiel

Unter Ausleihungen versteht man einen Teil des Finanzanlagevermögens des Unternehmens. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Darlehen. Diese dienen dazu, den beständigen Geschäftsbetrieb zu garantieren. Die Darlehen haben dabei eine minimale Laufzeit von wenigstens einem Jahr. Unter diese Ausleihungen fallen die üblichen Geschäftsforderungen (Leistungen oder Lieferungen) nicht. Handelt es sich um einen Ausnahmefall und die Restlaufzeit beträgt mehr als ein Jahr, muss dies als Vermerk bei den Forderungen für Lieferungen und Leistungen angegeben werden.

Bei kurzfristigen Darlehen, die unter einem Jahr liegen, würde man eine Ausweisung unter Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen machen. Danach richtet sich von dem HGB die Entscheidung, wer die Ausleihungen genehmigt bekommt. Möglich sind die Ausleihungen an Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis oder an verbundene Unternehmen, wie zum Beispiel ein Konzernunternehmen. Aber auch sonstige Ausleihungen sind denkbar. Daraus geht die enge Zusammenarbeit aber auch die Abhängigkeit zu anderen Unternehmen hervor. Die Ausleihungen erfolgen weniger an Drittpersonen, dagegen vermehrt innerhalb des bestehenden Konzernverbundes.

Beispiel zur Bilanzierung von Ausleihungen

Die Konzernmutter gestattet der Tochtergesellschaft am 1. Januar des Jahres ein Darlehen in Höhe von zehn Millionen Euro. Die vereinbarte Laufzeit beträgt dabei fünf Jahre. Die zehn Millionen Euro werden unter dem Bilanzposten der Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen angegeben. So wird im Anlagespiegel des betreffenden Jahres der Zugang der Ausleihungen dargestellt.

Bestehende Ausleihungen an die Gesellschafter

Keine natürlichen Personen, die als Vollhafter betitelt werden müssen im Aushang explizit dargestellt werden. Die Ausweisung unter einem anderen Posten muss mit einem besonderen Vermerk gekennzeichnet werden. Auch gegenüber von GmbH Gesellschaftern sind die Ausleihungen in dieser Art zu kennzeichnen. Bei unverzinslichen Ausleihungen oder sehr niedrig zu verzinsenden Ausleihungen wird der Barwert angesetzt.

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