Banktage/Bankbuchungstage – welche Tage zählen dazu? Aufklärung

Banktage Bankbuchungstage

Hin und wieder stellt sich für Kontobesitzer die Frage, an welchen Tagen die Bank Buchungen vornimmt. Sogenannte Bankarbeitstage oder auch Buchungstage bezeichnen im Prinzip die Arbeitstage an denen Banken und Kreditinstitute geöffnet haben.

Werktage sind nicht gleich Bankarbeitstage

Welche Tage als Bankarbeitstage anzusehen sind, ist von Land zu Land unterschiedlich. Grundsätzlich ist ein Bankarbeitstag nicht mit Werktagen gleich zu setzen. So gilt Samstag nicht als Bankarbeitstag, zählt allerdings zu den Werktagen. Grundsätzlich wird in Deutschland jeder Tag als Bankarbeitstag bezeichnet, an dem auch Publikumsverkehr in der Bank möglich ist. Hinzu kommt noch, dass der Tag auch ein TARGET-Tag sein muss. Das TARGET-System arbeitet nicht an Neujahr, Karfreitag, Ostermontag und auch nicht am Tag der Arbeit und an den beiden Weihnachtsfeiertagen.

Für Deutschland gilt zudem, dass der Sonntag kein Bankarbeitstag ist und sowohl Bundeseinheitliche als auch regionale Feiertage bei Regionalbank wie Volksbanken und Sparkassen ebenfalls nicht zu den Bankarbeitstagen zählen. An allen Tagen, die nicht zu den Bankarbeitstagen zählen, werden Überweisungen von den Banken nicht bearbeitet und entsprechend erfolgen auch keine Gutschriften. Wer am Freitag spät am Abend eine Überweisung tätigt, muss davon ausgehen, dass diese vor Montag nicht bearbeitet wird und beim Empfänger voraussichtlich erst am Dienstag gutgeschrieben wird.

Bei Überweisungen ins Ausland ist zu beachten, dass sich die Bankarbeitstage von den Bankarbeitstagen in Deutschland unterscheiden können. So gilt es bei eiligen Zahlungen darauf zu achten, ob auch im Empfängerland ein Bankarbeitstag ist. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Verzögerungen im Zahlungsverkehr kommen, die unter anderem dann relevant werden, wenn es darum geht Fristen einzuhalten.

Echtzeitüberweisung auch abseits der Bankarbeitstage möglich

Schnelle Überweisungen sind heute jedoch jederzeit möglich, auch an Tagen, die nicht zu den Bankarbeitstagen zählen. Mit dem durch den europäische Zahlungsverkehrausschuss zugelassenen neuen Dienst auf SEPA-Basis wurde die Echtzeitüberweisung möglich. Dies ermöglicht eine schnelle Transaktion, die in der Regel nur 10 Sekunden in Anspruch nimmt. Bisher ist diese Art der Überweisung bis zu einem Betrag von 15.000 Euro möglich, jedoch soll die Höchstgrenze ab 1. Juli 2020 auf 100.000 Euro angehoben werden.

Die Echtzeitüberweisung ist nicht nur an Bankarbeitstagen möglich, sondern auch an samstags, sonntags und feiertags. Entsprechend wird die Bedeutung von Bankarbeitstagen bereits geringer. Die schnelle Überweisung sorgt dafür, dass die Zahlung unabhängig von Bankarbeitstagen und Uhrzeit sofort auf dem Konto des Zahlungsempfängers erscheint und gebucht wird. Zwar soll das Verfahren europaweit zur Verfügung stehen, jedoch sind einige Länder noch nicht in der Lage dies zu bewerkstelligen.

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