Beispiel-Argumentation zum Thema Brexit für die Schule

Einleitung

Im Folgenden sollen Pro sowie Contra Argumente zum Brexit genannt werden. Die europäische Politik geriet vor einigen Wochen in hohe Aufruhr, als Großbritannien über den sogenannten Brexit abstimmte. Nun fragen sich zahlreiche Politiker, Politikwissenschaftler und auch einfach Politikinteressierte, ob das britische Volk weise gewählt hat und der Brexit sinnvoll ist.

Hauptteil

Zu aller Anfang sollen die Argumente genannt werden, welche das Ausscheiden Großbritanniens sinnvoll darstellen. Als erstes soll genannt werden, dass die Abhängigkeit Großbritanniens von der EU und ihrer Mitliederstaaten dadurch eingeschränkt wird. Die Nation kann nun selbstständiger Arbeiten und muss sich nicht durch die Regeln der EU blockieren lassen. Viele andere Mitliedsstaaten der EU fühlen sich in ihrem Handeln gewissermaßen eingeschränkt, da sie stets die Regeln beachten müssen. Man nehme hier die Türkei als Beispiel. Obwohl momentan bloß über den Eintritt der Türkei diskutiert wird, werden diese Gespräche sofort eingestellt, sobald der türkische Staatschef die von ihm angekündigte Todesstrafe wieder einführt.

Des Weiteren kann Großbritannien dadurch seine eigene Währung den Pfund beibehalten. Momentan will die EU dafür sorgen, dass alle Staaten, welche Mitglieder sind, die gleiche Währung haben. So werden Schweden, Dänemark und noch einige weitere Länder mehr und mehr dazu gedrängt, ihre eigene Währung abzuschaffen, um den Euro anzunehmen. Wenn nun Großbritannien den Euro als Währung einführen würde, würde das die Wirtschaft der Nation wahrscheinlich schwächen, da der Pfund momentan stärker ist. Dadurch würde nicht zuletzt auch das britische Volk leiden.

Als folgender Punkt möchte ich nennen, dass es zur Zeit sehr wohl möglich ist, dass die Türkei in die Europäische Union aufgenommen wird. Wenn dies der Fall wäre, bangen viele Briten darum, dass Millionen von Türken auf einen Schlag einwandern würden. Hier wird befürchtet, dass dadurch die Wirtschaft, das normale Leben und die Politik darunter leidet. Als Beispiel bietet sich hier das Land Schweden und seine Entwicklung an. Auch wenn viele es nicht so recht wissen, sind dort innerhalb zu kurzer Zeit Hunderttausende Araber eingezogen. Der schwedischen Regierung gelang hier die Integration nicht, wodurch heute im gesamten Land die Kriminalitätsrate extrem anstieg (um mehrere Hundert Prozent in Zahlen ausgedrückt), und in manchen Städten Morde an öffentlichen Orten regelmäßig vorkommen. Die britischen Bürger wollen auf keinen Fall riskieren, dass etwas ähnliches auch dort passiert.

Als nächstes Argument soll aufgeführt werden, dass durch den Brexit die Einwanderungspolitk Großbritanniens einen positiven Wandel erleben könnte. Die Briten sind allgemein nicht gegen Ausländer. Jedoch stehen bei ihnen Osteuropäische Immigranten in einem recht schlechten Licht da. Das liegt daran, dass dort allgemein der Gedanke herrscht, dass diese nur kommen, um Sozialleistungen zu „schnorren“. Deswegen stimmten so einige Briten für den Austritt aus der EU, da sie diese dann nicht länger aufnehmen müssten und ihre Steuergelder sinnvoller ausgegeben werden könnten.
Als ein weiteres Argument sollte genannt werden, dass die EU der Nation ordentliche Summen Geld abverlangt. Das liegt an mehreren Aktionen der EU, welche allesamt Geld abverlangen. Eine Rechnung hat in Zahlen ausgedrückt ergeben, dass die britische Regierung wöchentlich 350000€ zahlen müssen. Selbstverständlich wird sich die Nation diese enorme Summe an Geld sparen, wenn der Brexit erst vollzogen ist. Dennoch sollte man hier erwähnen, dass dieses Geld natürlich nicht einfach sinnlos gezahlt wird, sondern dass damit die Entwicklung Europas gefördert wird. Folglich sollte man hier beachten, dass man diese Geldsumme sozusagen als eine Investition in die Zukunft ansehen kann.
Nun sollen die Argumente aufgeführt werden, welche gegen den Brexit sprechen. Als erstes soll hier genannt werden, dass die Zusammenarbeit der staatlichen Organisationen Großbritanniens mit denen der EU-Länder schlechter werden. Diese werden es nämlich bevorzugen, mit Nationen der Europäischen Union zu arbeiten. So werden bspw. Schüleraustausche nur noch erschwert (wenn überhaupt) stattfinden können.
Als ein weiterer zu beachtender Aspekt gilt, dass sich die Arbeitnehmerrechte verschlechtern könnten. Die EU legt großen Wert darauf, dass es den Arbeitnehmern wohl ergeht. So garantiert die Union Mutterschutz, Urlaubstage und noch vieles mehr. Dies ist jedoch nicht selbstverständlich, wie man am Beispiel USA sehen kann. Hier ist eine Woche Urlaub pro Jahr Standard. In Großbritannien könnten leicht ähnliche Zustände eintreten.
Weiterhin werden durch den Austritt Großbritanniens Zölle anfallen müssen. Alle Mitgliedstaaten der EU genießen zollfreien Handel, wodurch die Globalisierung gefördert wird. Da nun Großbritannien dieses Privileg nicht mehr besitzt, werden die importierten Waren teurer. Schlussendlich leidet die britische Wirtschaft stark darunter. Jeder kann selbst beobachten, dass die Warenvielfalt in etlichen Geschäften stetig anwächst. Viel davon haben wir der EU zu verdanken.

Als nächster Punkt sollte erwähnt werden, dass der Kampf gegen den Terror dadruch abgeschwächt wird. Eine große Errungenschaft der Europäischen Union ist die, dass der Terror effizient und auch erfolgreich bekämpft werden kann. Der Austausch von Informationen zwischen den Geheimdiensten der EU-Nationen ist dabei von einem großen Vorteil. Da nun der Informationsaustausch mit Großbritannien komplizierter und schwerer wird, leidet darunter nicht nur der Kampf gegen den Terror dieser Nation, sondern auch der jeder anderen europäischen Nation. So haben die Geheimdienste Großbritanniens (MI5 und MI6) dazu geraten, den Austritt aus der EU zu verhindern.

Schluss

Abschließend lässt sich sagen, dass es zahlreiche Argumente für beide Seiten gibt. Meiner Meinung nach jedoch, unterschätzen die Briten die wirtschaftlichen Folgen ihrer Entscheidung und überschätzen die Punkte, welche für den Ausstieg sprechen. Ich würde hier als Lösung vorschlagen, dass Großbritannien zuerst so etwas wie einen nicht-verbindlichen Ausstieg vornimmt. Hier wird der Nation das Recht gewährt, wieder in die EU einzusteigen, sobald sie anfangen, unter dem Austritt zu leiden. Dadurch würde man leicht verhindern, dass sich das Ganze zu einer globalen Krise ausweitet.

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.
Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de
Geschäftsführer der Immocado UG (haftungsbeschränkt)

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