Beispiel Interpretation zu „Aus dem Leben eines Taugenichts“

Als Sohn eines Müllers in Deutschland, erzählt der Taugenichts in der ich Form, nachdem sein Vater ihn rausgeschmissen hat, wie er diesem zeigen möchte, dass er es schafft.
Er verdient sein Geld mit Geige Spielen und gelangt durch zwei Damen nach Wien wo er dann Gärtner wird.

Er beobachtet eine Frau aus dem. Fenster, welche Gitarre spielt, wobei er von dieser entdeckt wird und sich für längere Zeit nicht aus seinem Häuschen traut, bis er diese nach einigen Monaten kennengelernt. Da sich diese jedoch nicht mehr blicken lässt, verliert er die Lebensfreude und wird zum Zöllner befördert, als welcher er auch eine Wohnung bekommt.

Er gesteht der Damen seine Liebe als diese ihn dabei erwischt, wie er Blumen in deren Garten legt, wird jedoch von dieser abgewiesen.

Sein Garten verwildert, bis er eines Tages Blumen an eine schöne Damen für deren Kostüm liefern soll, welches diese auf einem anderen Schloss bei dem. Maskenball tragen möchte.
Er wird wieder fröhlich und kümmert sich um seinen Garten. An der verabredeten Stelle unter dem Baum kommt die Dame zunächst nicht. Er sieht eine der beiden Damen durch das Fenster, wie diese mit einem. Offizier spricht und denkt, in seiner Enttäuschung, dass die andere Dame, welche inzwischen unter dem Baum wartet, nicht die richtige ist.
Er wird wieder Arm, als er beschließt mit. seiner Geige weiter zu reisen.
In einer Kneipe lernt er zwei Männer kennen, welche ihn mit der Postkutsche mit nach Italien nehmen.

Dort gefällt es ihm allerdings nicht und somit trennen sich die Maler bei der Übernachtung im Wirtshaus heimlich.

Auf einem Schloss in einem. Gebirge wird er wie ein Fürst behandelt, langweilt sich jedoch sehr und bekommt schließlich einen Brief einer vermeintlichen Geliebten, welche möchte, dass er zurück kommt.

In der selben Nacht wird er von Männern mit Messern angegriffen, kann sich jedoch, dank eines Mönch Anwärter in Sicherheit bringen und schließlich fliehen.
In Rom kann er die Dame, welche Gitarre spielt hören. Über die hohe Mauer versucht er einzubrechen, versucht sich durch sein Geigespielen zu geben, doch die Dame flüchtet.
Diese hat anscheinend überall nach ihm gefragt, woraufhin er, nachdem er den Maler Leonhard getroffen hat, raus rennt und sich verirrt.

Auf einem Zettel findet er die Nachricht, dass sich diese um elf mit ihm treffen möchte. Er trifft allerdings nicht auf die Dame, sondern auf eine andere korpulente Dame, da die andere Dame in Deutschland ist.

Auf einem Donauschiff verlässt er Rom und trifft auf eine Gruppe von Studenten, welche eine Bläsergruppe sind.

Er gelangt schließlich wieder zu dem Schloss in Wien. Auf einem Fest trifft er dort auf alte Bekannte und schleicht sich mit der Dame weg.

Auch die korpulente Dame ist anwesend, welche jedoch keine Gräfin ist. Der Portier hingegen ist in Onkel.

Die Interpretation mit Charakterisierung „Aus dem Leben eines Taugenichts“

Bei dem Stück handelt es sich aus verschiedenen Gründen um ein romantische Stück.
So sind die letzten Zeilen des Stückes so geschrieben, dass diese die typischen, romantischen Merkmale aufgreifen. Dazu gehören unter anderem die Liebe, Schlösser, Mondnächte und auch sommerliche Gärten.

Zudem ist das Leitmotiv des Stückes die Sehnsucht, sowohl nach der Ferne, als auch nach dem zu Hause und der guten alten Zeit, was typisch für die Epoche der Romantik ist.

Die Charakterisierung des Protagonisten

Der Taugenichts ist ein Träumer und hat enormes Glück.
Er löst sich von seiner Heimat, was eine Kritik des Autors an der Gesellschaft ist. Diese leben in einer beschränkten Welt, was er durch den Protagonisten und dessen Verhalten verdeutlichen möchte.

Er möchte lediglich das Schöne und nicht das Nützliche. Da bezeugt die Tatsache, dass er Gemüse aus dem Beet reißt, um dort Blumen zu pflanzen.
Er spielt lieber fröhlich Geige und ist arm, anstatt zu arbeiten.
Die Stadt Rom steht symbolisch für das Sinnbild der Romantik, da sich der Taugenichts von Gott führen lässt.

Das Phantastische und das Zauberhafte, was in der Romantik stark vertreten ist, wird durch Verwechslungen verdeutlicht. Zudem verwendet der Protagonist lange Sätze und eine große Anzahl von stimmungsbetonten Adjektiven, wenn er von der Liebe spricht.
Die Naivität des Protagonisten wird durch die rare Verwendung von Synonymen für die Herzenswärme verdeutlicht.

Knapp gesagt ist der Taugenichts ein Sünder, Träumer, ungelehrt und ein Philister.
Er möchte sein Leben nicht ändern, sondern seine Einstellung beibehalten. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht des Taugenichts, so schön und romantisch.

Autobiographische Daten zu Eichendorff

Joseph von Eichendorf ist im Jahre 1788, am Vorabend der französischen Revolution, in einer Nacht im März geboren und von einem Hofmeister, zusammen mit seinem Bruder erzogen.

Er studierte Rechtswissenschaften in Halle, bis er die Universität 1806 wieder verließ und das Studium in Heidelberg fortsetze.

Er reiste in diverse Städte, wie Paris und Berlin. In Wien hat er, nach der bestandenen Staatsprüfung, einen längeren Aufenthalt.

Zu Eichendorffs Lebzeiten fanden die erschütternden Siegeszüge Napoleons auf dem europäischen Festland statt. 1812 findet zudem der russischen Feldzug statt und wird Napoleon zum Verhängnis.

Eichendorff stellt sich in Presslau zur Verfügung, als sich die Preußen zum Befreiungskampf aufrüsten.

So steht er bis 1815 im Kriegsdienst bei der Truppe.
1816, als der Krieg vorbei ist, tritt er in den preusischen Staatsdienst und gelangt so nach Berlin, Danzig, Königsberg und wieder zurück nach Berlin, als Kultursachbearbeiter in dem preußischen Innenministerium.

Auf fürs des Kulturkampfes 1845 steigt er aus dem Staatsdienst aus und stirbt im den Jahre 1857 in Neißen.

Er hatte ein einfaches und schlichtes Leben, in welchem das Christentum die trahende Kraft seines Daseins war.

Zwar war er Jurist als Beruf, fand seine Berufung jedoch in der Dichtung, durch welche er die Wirklichkeit und die Poesie umwandelte.
Die, in dem Werk durch Lieder beschriebene Natur, wird von Eichendorff in Gedanken an seine schlesische Heimat beschrieben.

Definition der Philister

Bei Philistern handelt es sich um Spießbürger, welche weder spontan, noch ausgelassen, noch offen sind und gerne „normal“ leben.
Dabei haben sie ihr eigenes Leben im. Griff, planen lange im voraus und bestimmen auch das Leben der anderen.

Voll von Vorurteilen, lehnen diese Tanz, Musik und Gefühlsausbrüche ab.

„Welche Lebensauffassungen vermittelt Eichendorff?“

Die Mühle ist ein wichtiges und typisches Motiv der Romantik und steht symbolisch für die Eintönigkeit und dem Alltagstrott, welcher immer wieder kehrt.
Die Mühle zwingt den Müller zur Arbeit und gibt diesem den Rhythmus vor.
Der Taugenichts sieht in der Mühle nur die zu große Arbeit des Vaters.

Der Vater ist dabei der typische Philister, während der Taugenichts ein Romantiker ist.
Da die Erzählperspektive jedoch nur aus der Sicht des Taugenichts stattfindet, ist dies sehr subjektiv.

Mit den Verlassen des Dorfes wird der Taugenichts von den anderen Bürgern missachtet, doch die Frage, ob sie selbst auch gehen würden, bleibt offen.
Als Motiv für sein Weggehen nimmt der Taugenichts die monotone Arbeit wir des Vaters, welcher für sein Leben arbeiten muss. Dies muss der Taugenichts noch lernen, welcher fröhlich davon geht und Spaß haben möchte.

Er möchte sein Leben frei bestimmen und das tun, was im Spaß macht.
So gibt es in dem Werk zwei Auffassungen der Arbeit. Der Vater arbeitet, weil er muss, wenn er Geld haben möchte. Der Taugenichts hingegen möchte Menschen mit seinem Spiel auf der Geige glücklich und sich gleichzeitig nützlich machen.

Dabei verkörpert der Taugenichts die Romantiker, welche den Charakter der Arbeit so ändern möchten, dass diese die Menschen glücklich macht.

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