Beispiel – Unfall – Bericht für die Schule / Deutsch

Leichter Autounfall, auf der Landstraße zwischen Lambzig und Mylau

Am 13.01.2017 ereignete sich auf der sächsischen Landstraße, welche Lambzig und Mylau verbindet, ein leichter Autounfall mit 4 Insassen.

In der verschneiten und sehr kalten Nacht zum 13.01.2017, 01:30, fuhren 4 Jugendliche mit einem gestohlenen Audi A4/90er Baujahr, ziellos durch die Gegend. Die Jugendlichen waren alle im gleichen Alter, 17 Jahre, und gingen auf die selbe Schule. Hermann S., der Fahrer sowie die 3 weiteren Insassen Markus S., Julius M., und Martina A. waren nach eigenen Aussagen dabei leicht angetrunken.

Unfallbericht

Nachdem sie eine Schulparty, um 12:00Uhr Mitternachts bereits alkoholisiert verlassen hatten, kam Herrmann S. auf die Idee, das Auto seines Vater zu stehlen. Obwohl er noch keinen Führerschein hat. Das taten sie dann auch, indem sie die Schlüssel aus der Jackentasche des Vaters holten, während dieser vermeintlich schlief. Sie fuhren los und um 0:30Uhr machten sie mit dem gestohlenen PKW bei einer Tankstelle Halt und besorgten sich alkoholisierte Getränke. Sie fuhren weiter durch die Innenstadt von Mylau wobei die Jugendlichen sich betranken und lautstark artikulierten und schrien, so die Anwohner.

0:45Uhr rief der Vater von Herrmann S. bei der Polizeizentrale an, da er bemerkt hatte wie sein Auto gestohlen wurde, als er im Halbschlaf ein Geräusch hörte. Er vermutete auch bereits dass sein Sohn dahinter stecken könnte.

Ca. 01:00 Uhr entschied sich der Beifahrer Julius M. das Radio anzumachen. Sie sangen zur Musik, betranken sich weiter und tanzten im sitzen. Sie sagten, dass sie in einem Trance ähnlichen Zustand gerieten als sie ein bestimmtes Lied im Radio hörten. Sie sangen dabei mit solch Leidenschaft, dass der Fahrer und die restlichen Insassen zeitweise die Augen schlossen. Die Konzentration auf den Verkehr war vollends verschwunden. Als um ca. 01:30Uhr das Lied seine Pointe erreichte ,öffnete der Fahrer die Augen und bemerkte dass er von der Straße bereits abgekommen war. Er versuchte schnell gegenzulenken aber die Witterungsumstände machten dass auf sie zukommende Ereignis unabwendbar. Er verlor die Kontrolle und sie rutschten mit dem PKW über eine verschneite Böschung, überschlugen sich und rammten eine Eiche. Welche abbrach und sich dadurch knapp an Markus A. vorbei in das Auto bohrte.

Um 01:34Uhr kam Martina A. als erste wieder zu Bewusstsein und versuchte die restlichen Insassen zu wecken. Das gelang ihr auch bei Herrmann S. und Markus S., bei dem vorher nicht angeschnallten Julius M., dem Beifahrer gelang es ihr nicht. Sobald Herrmann S. erwacht war rief er bei dem Notdienst an um einen Krankenwagen zu alarmieren. Dies geschah 01:36 Uhr. Nachdem sich die Restlichen Jugendlichen bei Julius M. versammelten, bemerkten sie eine Blut austretende Verletzung am Hinterkopf, welche beim Unfall durch eine zerbrochene Bierflasche entstand und sie sahen eine nicht natürlich aussehende Verdrehung des rechten Unterarmes.

Um 01:45 traf die, bereits durch den Vater alarmierte, nach dem PKW suchende Polizei, bei den Jugendlichen ein. Welche sich am Straßenrand platzierten und den stärker verletzten Julius M. in die Stabile Seitenlage versetzten. Die Polizei half unterstützend bei der Versorgung des noch Bewusstlosen und nahm erste Aussagen der Unfallbeteiligten auf. Zusätzlich informierten sie die Eltern, über das Geschehen.

Um 01:56 Uhr traf der Krankenwagen ein und versorgte den immer noch Bewusstlosen mit Erste Hilfe. Wobei er auch langsam wieder zu sich kam. Sie halfen den Jugendlichen in den Wagen und fuhren mit ihnen zum Krankenhaus. Wo sie Julius M., um 02:08Uhr, notärztlich behandelten. Die anderen Unfallbeteiligten konnten bereits am selben Morgen zurück nach Hause gehen.

Spätere Zeugenaussagen, Ergebnisse und Befunde

Julius M. erlitt bei dem Unfall eine Spiralfraktur am Unterarm, als offenen Bruch 1. Grades und eine mittelschwere Kopfverletzung mit Gehirnerschütterung. Nach einer Woche war er aber bereits wohlauf, so der medizinische Befund. Lediglich sein Arm wird länger für den Heilungsprozess brauchen und bedarf noch einige weitere operative Eingriffe. Martina A., Herrmann S.und Markus S. kamen mit leichten Prellungen und einem großen Schrecken davon. Dies haben Sie der einfachen Tatsache zu verdanken, dass sie im Gegenteil zu Julius M. angeschnallt waren.

Das Auto des Vaters von Herrmann S.hatte einen Komplettschaden, vom Achsenbruch, zerstörten Fensterscheiben, gerissenen Benzintank bis hin zum Motorschaden. Das Auto ist weder brauchbar noch reparierbar.

Weitere Zeugenaussagen und Kamerabeweise schätzten die Geschwindigkeit des gefahrenen PKW´s beim Unfall auf 50 Km/h. Zusätzliche medizinische Untersuchungen zeigten einen Promillewert der Jugendlichen Martina A., Herrmann S.und Markus S.,beim Zeitpunkt des Geschehens, auf 1,0 Promille. Julius M. hatte einen Wert von 1,7 Promille.

Abschluss

Nach drei Monaten der Regeneration war der rechte Arm von Julius M. wieder 100% leistungsfähig. Der Vater von Herrmann S. ließ von einer Anzeige ab. Dennoch wurden die Jugendlichen bestraft, aufgrund von illegalen sowie alkoholisiertem Fahren. Das Strafmaß soll erzieherisch wirken und wurde auf ein Jahr Soziale Arbeit fest gesetzt. Zudem dürfen sie für die nächsten drei Jahre keinen Führerschein machen.

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