Bekommt man als Arbeitsloser Urlaubsgeld? – Aufklärung

Der Frage ob ein Arbeitsloser Urlaubsgeld bekommt, stellt die Frage voran, ob er überhaupt Anspruch auf Urlaub hat. Die Antwort ist „ja“ jedem Arbeitslosen stehen sechs Wochen Urlaub zu. Urlaubsgeld allerdings gibt es nur indirekt. Die reguläre Zahlung für den Urlaubsmonat wird weiter gezahlt jedoch keine zusätzliche Zuwendung für den Urlaub. Es gibt aber trotzdem die Möglichkeit sich einen urlaub zu organisieren, wenn man es geschickt anstellt.

Wer einen Urlaub plant sollte den Arbeitsvermittler rechtzeitig informieren.

Die Agentur für Arbeit besagt, Ich zitiere: „Arbeitslose sollten vor jeder Urlaubsplanung rechtzeitig Kontakt mit dem Arbeitsvermittler aufnehmen. Es besteht für sie die Möglichkeit, mit Zusage der Agentur für Arbeit bis zu drei Wochen im Kalenderjahr, unter Fortzahlung der Leistung, in Urlaub zu fahren beziehungsweise ortsabwesend zu sein. Voraussetzung dafür ist, dass während dieser Zeit keine Aktivitäten der Agentur für Arbeit zur beruflichen Eingliederung des anfragenden Arbeitslosen geplant sind. <…> Fährt der Arbeitslose ohne Zustimmung der Agentur für Arbeit in Urlaub, riskiert er ein teures Ferienvergnügen. Nicht nur, dass die Zahlung des Arbeitslosengeldes bei Bekanntwerden eingestellt wird, auch das bereits überwiesene Geld für den Urlaubszeitraum muss zurückgezahlt werden. Zudem droht ein empfindliches Bußgeld.“

Grundsätzlich können also Erwerbslose bis zu 6 Wochen Urlaub pro Jahr nehmen. Sie werden in dieser Zeit bis zu 21 Tage finanziell unterstützt. Beginnend mit dem 22. Tag einer Ortsabwesenheit können die Leistungen durch den Vermittler gekürzt werden.
Das bedeutet im Einzelnen: Wer über drei Wochen Urlaub an einem Stück macht, erhält nur für drei Wochen Geld ausgezahlt, die vierte Woche Urlaub wird nicht mehr unterstützt. Arbeitssuchende sollten also unbedingt beachten, dass sie nicht über höchstens 21 Tage an einem Stück abwesend sind.

Die bei vielen üblichen 14 Tage Urlaub sind demnach kein Problem und werden auch ohne finanzielle Einbussen bleiben. Wer allerdings über 6 Wochen an einem Stück weg ist, erhält bereits ab dem ersten Tag seiner Abwesenheit kein Geld. Ein Sachbearbeiter muss den Urlaub auch nicht in jedem Fall genehmigen. Also vor einer Buchung erst mit dem Vermittler sprechen.

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