Bertolt Brecht – Biografie & Inhaltsangaben

Brecht im Jahre 1954. Quelle: Deutsches Bundesarchiv
Brecht im Jahre 1954. Quelle: Deutsches Bundesarchiv

Bertold, allgemein Bert genannt, eigentlich aber Eugen Berthold Friedrich Brecht wurde als Sohn eines Direktors einer Papierfabrik am 10. 2. 1898 in Augsburg in eine gutbürgerliche Familie, geboren. 1917 begann er an der Universität zu München Naturwissenschaften, Philosophie und Medizin zu studieren. Bereits 1 Jahr später musste er im Militärlazarett als Sanitätssoldat einrücken, wo er schnell zum erbitterten Kriegsgegner wurde.

Nach dem Krieg, im Theater als Dramaturg an den Kammerspielen und als Theaterkritiker bei dem USPD nahestehenden Augsburger „Volkswillen“ schnupperte er Theaterluft, die ihn zeitlebens nichtmehr loslassen sollte. 1922 erste Aufführungen eigener Theaterstücke: „Baal“ und „Trommeln in der Nacht“. Ab 1924 in Berlin; zunächst am „Deutschen Theater“ als Dramaturg bei Max Reinhardt und ab 1926 bereits freier Schriftsteller und Regisseur.

Erwin Piscators „Politisches Theater“ und die Zusammenarbeit mit Kart Weill (Dreigroschenoper) sollten ihn für sein Leben prägen. Ein Studium des Marxismus und den Besuch der Marxistischen Arbeiterschule ((1926-1930) formten aus ihm endgültig den Kämpfer für Arbeiterrechte und machten ihn zum unversöhnlichen Feind der NSDAP, deren Machtentfaltung in diesen Jahren in Deutschland einsetzte.
1933 musste BB, wie er fortan unter Insidern nur noch genannt wurde, aus Deutschland fliehen. Über Prag und Wien kam er in die Schweiz, und lebte dann einige Jahre in Dänemark (1933-1939). In dieser Zeit war er Mitarbeiter bei der von Lion Feuchtwanger in Moskau herausgegebenen Zeitung „Das Wort“; er schrieb ausserdem satirische Gedichte für den Deutschen Freiheitssender. Als Brecht auch in Dänemark vor den Schergen der Nazis nicht mehr sicher war, konnte er mit seiner Familie – Brecht hat inzwischen die Schauspielerin Helene Weigel geheiratet – über Moskau und Wladiwostok nach Kalifornien fliehen.

Im Exil (1941-1947) entstanden ein Großteil seiner wichtigsten Werke und eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem ebenfalls im amerikanischen Exil lebenden Kurt Weill. 1947 kehrten die Brechts nach Europa zurück, zunächst bis 1949 nach Zürich; entsprechend seinen Überzeugungen 1949 nach Ost-Berlin. Sie erwarteten hier die besseren Arbeitsbedingungen und sie konnten bereits im gleichen Jahr das „Berliner Ensemble“ gründen, das BB bis zu seinem Tod am 14. 08. 1956 in Berlin, leitete.

Das Gesamtwerk von Bert Brecht umfasst etwa 30 Theaterstücke, mehrere Theaterfragmente und mindestens 1300 Gedichte und Lieder. Dazu kommen 3 Romane, mehrere Romanfragmente, Tagebücher und unzählige Briefe. Brecht war einer der einflußreichsten, vielseitigsten und produktivsten, deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

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