Bestellpunktverfahren in VWL – Definition & Erklärung

Bei dem Bestellpunktverfahren hilft dabei zu bestimmen, wann ein Produkt hergestellt wird. Dieses Verfahren beginnt mit der Bestellung, sobald ein bestimmter Bestand im Lager erreicht wurde. Dies wird nochmals vor Beginn der Bestellung überprüft.

Es ist dabei wichtig, dass der Lagerbestand noch hoch genug ist, um damit bis zum Erhalt der neuen Ware, auszukommen. Meist wird daher ein Sicherheitsbestand eingeplant, auch für den Fall das unerwartet eine größere Menge bestellt wird.

Beispiel zur Berechnung des Mindest- und Meldebestands

Ein Unternehmen verwendet das Bestellpunktverfahren. Für die Produktion ist das Unternehmen täglich auf 100 Stück von Produkt A angewiesen. Die Lieferzeit dieses Produktes beträgt 3 Werktage. Hinzu kommt ein Tag für die Wareneingangskontrolle. Damit erhalten wir eine Wiederbeschaffungszeit von 4 Tagen Daher ist es wichtig, dass der Mindestbestand mindestens für 3 Tage ausreicht.

Daraus ergibt sich: 3 x 100 = 300. Der Mindestbestand beträgt 300 Stück. Für die Berechnung des Meldebestands wird nun der Mindestbestand plus die Wiederbeschaffungszeit mit der benötigten Tagesmenge multipliziert.

Daraus ergibt sich die folgende Formel.

Der Mindestbestand ist dann 3 × 100 = 300 Stück.

Um nun den Meldebestand zu errechnen, wird der Mindestbestand mit dem Produkt aus der Täglichen Verbrauchmenge und der Wiederbeschaffungszeit addiert:

Meldebestand = 300 + (100 x 4) = 700. Es kann unter Umständen passieren das bei einer minimalen Unterschreitung (699) direkt eine neue Bestellung des Produkts erfolgt. Das Optimum bei der Bestellmenge richtet sich nach den Kosten für die Lagerung, der Lieferanten usw. Im Normalfall wird das Produkt nach Plan verbraucht und es erfolgt eine rechtzeitige Nachlieferung. Sollte sich diese unvorhergesehen verzögern, kann zum Sicherheitsbestand gegriffen werden.

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