Betriebswirt & Betriebsfachwirt – was ist der Unterschied?

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Die Bezeichnungen ‘Betriebswirt’ und ‘Betriebsfachwirt’ findet man in der Berufswelt oder im Behördendeutsch vor. Außenstehenden ist häufig nicht bekannt, was sich hinter den Begriffen verbirgt und worin sie sich voneinander unterscheiden. Diese Fragen sollen in den unteren Rubriken erklärt werden. Mit einer Gegenüberstellung der Unterschiede schließt die Definition ab.

Was ist ein Betriebswirt?

Wer eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf vorweisen kann, dem steht die Weiterbildung zum Betriebswirt offen.

Betriebswirte werden vielfach als Abteilungsleiter oder in anderen führenden Positionen eines wirtschaftlichen Unternehmens eingestellt. Im Übrigen ist der Name ‘Betriebswirt’ ein Sammelbegriff für Qualifikationen in verschiedenen Bereichen. Er beschreibt einen Abschluss, den man ohne Studium erlangen kann. Stattdessen bilden sich die angehenden Betriebswirte in entsprechenden Fortbildungen weiter. Nach dem Erwerb besteht zudem die Möglichkeit eines Studiums im Bereich BWL und Wirtschaft.

Interessenten für den Abschluss müssen für die Weiterbildung einen Betrag von 1.700 bis 6.000 Euro aufbringen. Die Dauer der Fortbildung erstreckt sich etwa auf ein Vierteljahr. In einigen Akademien beläuft sie sich auf sechs Semester.

Was ist ein Betriebsfachwirt?

Neben der Fortbildung zum Betriebswirt gibt es den Lehrgang des Betriebsfachwirts. Oftmals werden Absolventen als geprüfte Fachwirte bezeichnet. Hier liegt der Aufgabenbereich nicht allein auf dem wirtschaftlichen Zweig, Betriebsfachwirte sind zudem in sozialen Berufen, in der Gastronomie, Technik oder finanziellen Beratung tätig.

Ähnlich wie beim Betriebswirt schreibt sich auch der Fachwirt in keinen Studiengang ein, sondern belegt Weiterbildungskurse. Dort vertieft er seine bisherigen Fähigkeiten und legt den Schwerpunkt auf ein bestimmtes berufliches Gebiet. Mögliche Arbeitsbereiche wurden im vorigen Abschnitt aufgelistet.

Der Titel ‘Betriebsfachwirt’ gilt in Deutschland als geschützt. Möchte sich ein angehender Fachwirt nicht auf einen festgelegten Sektor konzentrieren, so kann er sich beispielsweise zum Handelsfachwirt qualifizieren. Technisch Versierte interessieren sich häufig für einen Abschluss als geprüfter technischer Fachwirt.

Lehrgänge für Betriebsfachwirte dauern so lange wie Seminare für Betriebswirte, dennoch sind sie mit rund 1.700 bis 5.000 Euro etwas kostengünstiger.

Was ist der Unterschied?

Sowohl dem Betriebswirt als auch dem Betriebsfachwirt begegnet man im Sektor der BWL. In der Regel ging beiden Abschlüssen eine Berufspraxis von einigen Jahren voraus. Auch die abgeschlossene kaufmännische Ausbildung gehört mit dazu. Überdies berechtigen die betriebswirtschaftlichen Abschlüsse zu einem themenbezogenen Studium, obwohl die Weiterbildung als solche nicht im universitären Rahmen stattfindet.

Ein wichtiger Unterschied besteht in der Aussagekraft der Begriffe. Der Betriebswirt besitzt keinen geschützten Titel, wohingegen der Betriebsfachwirt als eigenständiger Beruf anerkannt wird. In beiden Fällen nimmt die Fortbildung einen Zeitraum von ungefähr einem Vierteljahr in Anspruch. Seminare für Betriebswirte sind mit bis zu 6.000 Euro kostspieliger als Weiterbildungen zum Fachwirt. Hier muss der Absolvent höchstens 5.000 Euro bezahlen.

Während Betriebswirte ausschließlich im wirtschaftlichen Bereich beschäftigt werden, ist das Berufsfeld des Fachwirts vielfältiger. Neben Tätigkeiten in der Wirtschaftsbranche kann sich ein Betriebsfachwirt auf Stellenangebote im Sozialen, im Finanzwesen oder in gastronomischen Einrichtungen bewerben. Dennoch spezialisiert sich ein zukünftiger Fachwirt oft schon während des Lehrgangs auf einen Bereich. Sollte er sich nicht auf ein bestimmtes Arbeitsumfeld konzentrieren wollen, so empfehlen sich Zertifikate für Wirtschafts- oder Handelsfachwirte.

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