Bewerbung für ein Praktikum im Kindergarten – Anleitung, Beispiel & Tipps

Bewerbung für ein Praktikum im Kindergarten

Sie planen eine Ausbildung in einem sozialen Beruf oder möchten direkt mit Kindern beruflich arbeiten? Dann ist meistens ein Praktikum unabdingbare Voraussetzung dafür. Wir geben Ihnen hier einige Tipps, wie Sie eine Bewerbung für ein Praktikum erfolgreich umsetzen können.

Warum braucht es überhaupt eine Bewerbung?

Weder der Kindergarten kennt Sie noch kennen Sie eventuell den Kindergarten näher. Sie müssen also in Kontakt kommen? Dazu können Sie natürlich auch dort vorsprechen, was aber meistens etwas schwieriger ist. Die Erzieherinnen werden beschäftigt sein und die Kindergartenleitung ist meistens auch nur nach einer Terminvergabe zu sprechen. Darum ist es sinnvoll, wenn Sie mit ein paar Zeilen auf sich aufmerksam machen, um zu einem Gespräch zu kommen und auch die Einrichtung näher kennenzulernen.

Aufbau einer schriftlichen Bewerbung

Natürlich haben Sie als junger Mensch noch keine wesentliche Berufserfahrung vorzuweisen. Darum geht es aber auch nicht. Es geht vor allem darum, dass die Einrichtung einen ersten Eindruck Ihrer Persönlichkeit bekommt. Das erreichen Sie, indem Sie einige Unterlagen ordentlich einreichen. Dazu gehören ein kurzes Anschreiben, Ihr Lebenslauf und Zeugnisse. Meistens genügt das aktuelle Schulzeugnis, aber wenn Sie schon Zeugnisse aus anderen Praktika haben, legen Sie diese natürlich bei.

Aufbau des Lebenslaufes

Vorlagen für einen guten Lebenslauf finden Sie unzählige im Internet. Aber es genügt auch, wenn Sie ordentlich tabellarisch Ihre wichtigsten Eckdaten aufführen: Dazu gehörten Name, Adresse, E-Mail und Telefon. Außerdem führen Sie auf, was Sie bis jetzt erlebt oder getan haben: Dazu gehört Ihr Schulbildung oder auch Ausbildung, vorangegangene Praktika und Ähnliches.

Exkurs Bild

Auf dem Lebenslauf wird nach wie vor noch ein Bild angebracht. In Zeichen digitaler Übermittlung kann dies aber auch als Datei erfolgen, da die Unterlagen weitgehend per E-Mail und nicht mehr per Post verschickt werden.

Das Anschreiben

Um sich einen Eindruck der Person des Bewerbers zu verschaffen, ist ein Anschreiben nach wie vor unumgänglich. In diesem Anschreiben sollten Sie kurz erzählen, wer Sie sind, was Sie antreibt und warum Sie dieses Praktikum machen möchten. Oft sind Pflichtpraktika seitens der Schule vorgeschrieben. Es ist keine Schande, dies zuzugeben. Ideal ist es natürlich, wenn ein Praktikum im Kindergarten angestrebt wird, zu wissen, warum man in den Kindergarten und z. B. nicht ins produzierende Gewerbe möchte. Aber auch hier darf man ehrlich sein und zugeben, dass man sich dieses Berufsfeld gerne ansehen möchte. Hiervon profitieren alle Seite: Diejenigen, die eine richtige Ausbildung finden wollen, aber auch das Unternehmen oder die Einrichtung, die ausbildet, da letztlich beide Seite zusammen passen müssen.

Einige Beispielsätze für ein gelungenes Anschreiben:

  • Im Rahmen eines Pflichtpraktikums möchte ich mir gerne die Arbeit im Kindergarten/Kindertagesstätte ansehen, weil ich mir gut vorstellen kann, später in diesem Bereich eine Ausbildung zu machen.
  • Ich möchte in diesem Jahr sowohl ein Praktikum im Kindergarten machen als auch noch in der Firma meiner Mutter, um für mich selbst herauszufinden, was mir mehr liegt: Kinder/Sozialarbeit oder ein Bürojob.
  • Ich habe schon öfters auf kleinere Kinder aufgepasst. Hier habe ich erste Verantwortung gelernt, dass den Kindern nichts zustößt.
  • Im nächsten Jahr möchte ich die Ausbildung zu … beginnen und möchte deshalb das Vorpraktikum in Ihrer Einrichtung machen.
  • An Ihrer Einrichtung gefällt mir besonders, dass Sie die Kinder individuell fördern/kleine Gruppen haben/Inklusion/Englisch die zweite Sprache ist.

Information über die Einrichtung

Dies ist wichtig. Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, was die Einrichtung auszeichnet: Konzepte, Absichten, Personalschlüssel, Besonderheiten. Hier können Sie in einem persönlichen Bewerbungsgespräch darauf eingehen. Dabei geht es nicht darum, Eindruck zu schinden, sondern es geht darum, dass Sie auch äußern, was Ihnen wichtig ist und was Sie wollen. Sagen Sie, was Ihnen gefällt und in welchem Bereich Sie mitarbeiten möchten. Damit zeigen Sie Engagement. Allerdings bedeutet auch ein Praktikum auch, grundsätzlich an allem, also auch an unangenehmen Arbeiten, teilzunehmen.

Das persönliche Gespräch im Kindergarten

Auch der Kindergarten ist immer an guten Mitarbeitern, auch Praktikanten, interessiert. Also zeigen sich beide von ihrer besten Seite. Der Kindergarten nimmt sich Zeit, also seien Sie pünktlich und ziehen sich dem Anlass entsprechend an. Verhalten Sie sich normal, wie Sie immer sind, und einem gelungenen Praktikum sollte nichts im Wege stehen.

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