Bewerbungsnachweis fürs Jobcenter – Vorlage & Aufbau

Bewerbungsnachweis fürs Jobcenter

Wer sich beim Jobcenter arbeitslos gemeldet hat, der ist dazu angehalten, einen Nachweis über seine Bewerbungsaktivitäten zu führen. In regelmäßigen Abständen wird der Arbeitssuchende dann zu Gesprächen ins Jobcenter eingeladen, bei denen er seine Bewerbungsnachweise vorzulegen hat. Der zuständige Sachbearbeiter oder die zuständige Sachbearbeiterin besprechen dann die Bewerbungsaktivitäten mit dem Arbeitssuchenden und unterstützen sie oder ihn mit hilfreichen Bewerbungstipps und möglichen Stellenvorschlägen.

Wie ist der Bewerbungsnachweis aufgebaut?

Der Nachweis der getätigten Bewerbungen muss übersichtlich und vor allem nachvollziehbar und nachprüfbar sein. Das Jobcenter hält dafür Ausdrucke als Vorlagen bereit. Diese Ausdrucke können verwendet werden, ebenso kann der Arbeitssuchende aber auch eine eigene Formatvorlage verwenden. Wichtig ist, dass die gewünschten Rubriken und Inhalte vorhanden sind.

Das Jobcenter möchte wissen, wann sich der Arbeitssuchende bei welchem potenziellen Arbeitgeber und auf welche Jobausschreibung beworben hat. Die Auflistung muss also das Datum der Bewerbung enthalten, den Namen des angeschriebenen Unternehmens sowie den Ort des Firmensitzes, falls vorhanden den Namen des dortigen Ansprechpartners und den Titel der Jobbeschreibung. Auch die Art der Bewerbung muss festgehalten werden, das bedeutet, ob die Bewerbung mündlich, telefonisch, schriftlich, per E-Mail oder über ein Jobportal erfolgte. In Fällen, in denen der Sachbearbeiter oder die Sachbearbeiterin möglicherweise den Verdacht hegt, dass die vorgelegten Angaben nicht der Wahrheit entsprechen, kann er oder sie mit dem angegebenen Personalverantwortlichen Kontakt aufnehmen und das Vorliegen der Bewerbung überprüfen.

Das Jobcenter erwartet vom Arbeitssuchenden auch, dass er auf Anfrage Kopien der getätigten Bewerbungsschreiben vorlegen kann und dies auch freiwillig tut. Es ist also für den Arbeitssuchenden durchaus sinnvoll, jedes Bewerbungsschreiben als Kopie auszudrucken und zum Termin beim Jobcenter mitzunehmen. Je besser der Arbeitssuchende hier kooperiert oder Kooperationsbereitschaft signalisiert, desto angenehmer wird für ihn der Kontakt mit dem Jobcenter ablaufen.

Was geschieht nach der Bewerbung?

Eine weitere Spalte des Bewerbungsnachweises ist für die Folgen der Bewerbung reserviert. So kann der Bewerber einen Zwischenbescheid erhalten, dies ist aber nicht in allen Unternehmen üblich. Eine weitere Reaktion auf die Bewerbung kann eine Absage sein, mit Glück aber auch die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Diese Ergebnisse sind ebenfalls auf dem Bewerbungsnachweis festzuhalten und auszufüllen. Beendet ist die einzelne Bewerbung erst dann, wenn entweder eine Absage des entsprechenden Unternehmens erhalten wurde, oder wenn die Bewerbung mit Erfolg zum Abschluss eines Arbeitsvertrags geführt hat.

Wie lange muss der Bewerbungsnachweis geführt werden?

Grundsätzlich gilt, dass der Arbeitssuchende dem Jobcenter zur Auskunft verpflichtet ist, solange er oder sie zum Erhalt von Bezügen verpflichtet ist, also Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II bezieht. Hat der Bewerber ein Jobangebot erhalten und nimmt die neue Arbeit auf, so meldet er sich beim Jobcenter ab und erhält keine weiteren Bezüge. Ab diesem Zeitpunkt ist er nicht mehr verpflichtet, den begonnenen Bewerbungsnachweis weiter zu führen, selbst wenn auf der Liste noch offene Bewerbungen verzeichnet sind.

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