Bewertung in ReWe leicht erklärt + Beispiel, Formel & Definition

Grundlegend Informationen zur Bewertung

Unter Bewertung versteht man bekanntlich ein Verfahren mit dem Ziel, den Wert von Gütern zu fixieren. Bewertungsvorschriften sind nach §§ 252 bis 256a HGB postuliert. Dabei unterscheidet man zwischen der Zugangs- bzw. Erstbewertung und der Folgebewertung.

Die Bewertung hat sowohl Einfluss auf den Bilanzwert wie auch auf den Unternehmensgewinn bzw. –verlust. So führt beispielsweise die hohe Ansetzung des Vorratsvermögens zur Gewinnsteigerung. Denn dadurch erhöht sich der Ertragsposten „Bestandserhöhung“ im Gesamtkostenverfahren und gleichzeitig wird der Aufwandsposten „Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen“ verringert. Die Bewertungsmethoden sind im Anhang anzugeben.

Korrekte Bewertung in der Bilanz

Eine Privatperson würde bei der Bewertung seines Vermögens, z.B. seines Hauses, die aktuellen Immobilienpreise recherchieren und daraus den Wert ableiten. Entgegen dieser Methode fällt die Bilanzbewertung anders aus.

Hierfür wird zunächst bei Zugang bewertet, indem Anschaffungskosten, bei einem Kauf, bzw. Herstellungskosten, bei Eigenproduktion, berechnet werden. Diese Werte werden zu den Bilanzstichtagen fortgeführt, indem planmäßige oder auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden. Dadurch ist nur ein Sinken des Bilanzwertes möglich, unabhängig von Marktwertsteigerungen.

Mögliche Folgen fehlerhafter Bewertungen

Bei Verstößen gegen die Bewertungsvorschriften können gravierende Folgen eintreten. So wird der Jahresabschluss einer Aktiengesellschaft nach § 256 Abs. 5 AktG für Nichtig erklärt, wenn Posten über- oder unterbewertet sind und dies eine falsche Wiedergabe oder Verschleierung von Vermögens- und Ertragslage der Aktiengesellschaft zur Folge hat.

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