Bilanzpolitik leicht erklärt + Beispiel

Unter die Bilanzpolitik oder Jahresabschlusspolitik eines Unternehmens fallen die jenigen legalen Maßnahmen, welche dafür sorgen sollen, auf eine bestimmte Art und Weise Einfluss auf die Adressaten einer Bilanz (also Lieferanten, Kreditinstitute und Banken, aber auch Kunden) zu nehmen. Da ein Unternehmen für die unterschiedlichen Adressaten nicht verschiedene Bilanzen aufstellen kann, es also immer die gleiche für jeden Betrachter ist, muss die Bilanzpolitik so ausgerichtet sein, dass sie auch für alle möglichst ideal aussieht – worin selbstredend eine gewisse Schwierigkeit besteht.

MÖGLICHKEITEN UND MASSNAHMEN DER BILANZPOLITIK

Eine Bilanzpolitik kann auf konservative oder auf progressive Art geführt werden. Die Unterschiede liegen darin, dass ein Unternehmen seine Lage bei einer konservativen Bilanzpolitik möglichst schlechter darstellt, als sie wirklich ist, bei einer progressiven die Situation hingegen geschönt wird. Zu beachten ist hierbei, dass keine Zahlen in der Bilanz gefälscht werden, oder auf andere unlautere Mittel zurückgegriffen wird, die im Widerspruch zu geltenden Gesetzen stehen. Mit der Bilanzpolitik sollen so Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens inhaltlich und bzw. oder formal dahingehend gestaltet werden, dass bei ihren Adressaten bestimmte Reaktionen verursacht oder vermieden werden. Dies erfolgt durch die Nutzung verschiedener formaler Gestaltungsmöglichkeiten, expliziter und faktischer Ansatz- und Bewertungswahlrechte sowie sachverhaltsgestaltender Maßnahmen.

ALTERNATIVE BEGRIFFE

bilanzpolitische Maßnahmen, Jahresabschlusspolitik

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