Bismarcks Außenpolitik vor 1871 – die wichtigsten Punkte

Strategie der Außenpolitik Bismarcks um Deutschland in Europa zu festigen:

Ausgangslage:

Die militärische sowie wirtschaftliche Stärkung von Deutschland durch die Gründung der Reiches bedeutete eine gewaltige Änderung im Mächtesystem Europas. Andere Großmächte Europas sahen die Gefahr, ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Deutschland selbst fühlte sich zuehmend bedroht. Das Risiko eines Mehrfrontenkriegs wurde immer wahrscheinlicher. Frankreich zeigte sich nach der Eingliederung von Elsass-Lothringen in das Deutsche Reich wenig begeistert. In Asien war ein Gegensatz in der Weltpolitik von Russland mit Großbritannien. Am Balkan waren Spannungen zwischen den beiden Großmächten Russland und Österreich-Ungarn. Dazu kam ein schwaches Osmanisches Reich.

Die Außenpolitik Bismarks

Vor 1871 war Deutschland politisch zersplittert und zu der Zeit schwach. Europa wurde von Staaten an der Peripherie des Kontinents beherrscht, in deren Interesse es lag die Aufrechterhaltung eines Machtvakuums in mitten Europas zu erhalten. Durch das Erstarken Deutschlands änderten sich die einzelnen Beziehungen unter den anderen europäischen Mächten.

  • – Ziel Bismarcks war es, mit einer Bündnispolitik strukturelle Änderungen, ausgelöst von den Kriegen Preußens von 1866 bis 1871 zu verhindern.
  • – Bismarck strebte Gegebenheiten an, in denen alle Mächte Europas die Partnerschaft Deutschlands brauchten und die sie in ihren Beziehungen untereinander Allianzen gegen Deutschland abhielten. Bismarcks Hauptziel mit seiner Außenpolitik war es, Koalitionen zwischen den Großmächten gegen Deutschland zu unterbinden. Frankreich wollte er politisch und militärisch isolieren.
  • – Verzicht auf Weltpolitik (also keine Kolonien). Der Aufbau guter Beziehungen zu den andern Ländern (außer zu Frankreich). Erst 1884 wird Deutschland zur Kolonialmacht.
  • – Er strebte die Ausnutzung der Gegensätze zwischen den Mächten Russland – Großbritannien bzw. Russland – Österreich-Ungarn an. Ein gewisses Maß an Spannung unter den anderen Mächte gegeneinander sollte erhalten bleiben.
  • – Trotz seiner Machtpolitik für Deutschland verlor Bismarck das Interesse des gesamten Europas nicht aus den Augen. Vor allem war er dafür, dass Konfliktpotenziale sich an der europäischen Peripherie oder in Afrika abspielten.

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