Börsenmakler in BWL leicht erklärt + Beispiel

Der Börsenmakler nahm bereits in den Anfängen des Börsenhandels eine wichtige Vermittlerfunktion ein. Dabei ordnete er Kauf- und Verkauf-Ordern von Banken oder Wertpapierhandelsunternehmen die entsprechenden Aufträge zu und legte den jeweiligen Kurs anhand beschlossener Normen fest.

Bei dem Börsenmakler handelt es sich zwar nicht um einen Beamten im herkömmlichen Sinn, jedoch um eine Person, die im öffentlichen Interesse tätig ist. Aus diesem Grund hat sich der Begriff „amtlicher Kursmakler“ durchgesetzt. Obwohl die natürliche Person durch die Umstellung auf elektronischen Handel weitestgehend durch leistungsfähige Handelssysteme ersetzt wurde, ist sie auf manchen Märkten noch immer zu finden (Parkett- bzw. Präsenzhandel).

Vor der Umstellung auf automatisierte Handelsplätze

Bevor auf automatisierte Handelssysteme umgestellt wurde, waren weniger kapitalisierte Wertpapiere im sogenannten variablen Handel notiert. Dies bedeutete, dass sämtliche Aufträge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gesammelt und danach einmal pro Tag abgerechnet wurden. Dabei war es bedeutungslos, zu welcher exakten Zeit der Auftrag abgegeben wurde. Zur festgelegten Auftragsschlusszeit wurde schließlich ein Kassa-Kurs unter Zuhilfenahme aller Aufträge und Limits ermittelt. Bei großen, stärker kapitalisierten Werten wurden Positionen auch während des Tages gehandelt.

Der Börsenmakler hatte eine stabilisierende Funktion, in dem er in Fällen mit Kauf- und Verkaufsüberhängen Teilausführungen von Aufträgen veranlasste.

Nach der Umstellung auf automatisierte Handelsplätze

Durch die Umstellung auf automatisierte Handelsplätze wird die Aufgabe des Börsenmaklers mittlerweile vom Börsenplatz selbst bzw. verantwortlichen Institution erfüllt. Dies zeigt sich auch dadurch, dass auf die Ausweisung der einstmals gängigen Maklergebühr von 0,08% verzichtet wird. Börsenplätze verfügen heutzutage über sogenannte Clearingstellen, die für die Abrechnung von Aufträgen verantwortlich sind.

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Aufgaben des Börsenmaklers

 

  • Zuordnung von Kauf- und Verkauf-Ordern bzw. Kurserstellung
  • Bestimmung von Quoten im Falle von Teilausführungen
  • Neutrale Stelle: sichert ein adäquates Kursniveau

 

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