Bonitätsrisiko in BWL leicht erklärt + Beispiel

Das Bonitätsrisiko tritt bei Zielgeschäften auf, die im täglichen Wirtschaftsverkehr deutlich häufiger anzutreffen sind als Zug-um-Zug-Geschäfte. Der Unterschied besteht darin, dass bei Zielgeschäften die Leistungserbringung (Bezahlung) erst in der Zukunft und nicht wie bei Zug-um-Zug-Geschäften (zum Beispiel Supermarkteinkauf) sofort erfolgt.

Als Bonitätsrisiko wird schließlich jenes Risiko verstanden, das in der Möglichkeit einer einstweiligen oder andauernden Zahlungsunfähigkeit des Schuldners liegt. Es besteht grundsätzlich jederzeit, kann doch jeder Person oder jedem Unternehmen durch ein anhängiges Gerichtsverfahren plötzlich der Zugriff auf finanzielle Mittel verwehrt werden. In der Regel ist jedoch ein einsetzender Konkurs für eine Zahlungsunfähigkeit verantwortlich.

Bonitätsrisiko bei Anleihen

Begibt ein Unternehmen eine Anleihe mit hohem Bonitätsrisiko, sind Investoren nur dann bereit dieses risikobehaftete Investment durchzuführen, wenn der Preis niedrig ist. Die Bonität hängt dabei neben der Laufzeit auch von der Währung ab, schließlich ist ein längerer Zeitraum weniger gut voraussehbar und bergen Fremdwährungen stets Wechselkursrisiken. Auch von Staaten emittierte Anleihen beinhalten ein gewisses Bonitätsrisiko, können doch auch Länder insolvent werden (zum Beispiel Griechenland). Die Beurteilung der Bonität obliegt zu einem großen Teil sogenannten Rating-Agenturen.

Bonitätsrisiko – Übersicht

 

  • Tritt bei Zielgeschäften auf
  • Risiko einer einstweiligen oder dauerhaften Zahlungsunfähigkeit des Schuldners
  • Bonität von Anleihen hängt von der Laufzeit und Währung ab
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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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