Briefträger werden – Voraussetzungen & Anleitung

Für jemanden, der nicht gerne stillsitzt und ein schnelles Tempo im Fußmarsch vorlegt ist der Job des Briefträgers genau der Richtige. Die wichtigsten persönlichen Voraussetzungen sind bereits genannt, doch es gehören noch einige weitere Faktoren dazu. Da ein Briefträger nicht nur außerhalb sondern auch in der Filiale eingesetzt wird und mit Kunden konfrontiert ist, sollte stets eine höfliche Umgangsform gepflegt werden, sowie kunden- und lösungsorientiertes Denken und Handeln. Fristgerechtes und pünktliches Arbeiten ist ebenso von Bedeutung, denn schließlich warten viele Kunden auf die Stunde genau auf ihre Bestellung oder ihren Brief.

Ein angehender Briefträger muss sich darüber im Klaren sein, dass er schon vor allen anderen auf den Beinen steht, somit ein Frühaufsteher ist – oder wird. Es gibt keine Ausreden; auch ein „Es regnet, heute bleibe ich zu Hause“ steht keineswegs zur Diskussion. Körperliche Fitness, Ausdauer und Kondition sind ebenso nicht außer Acht zu lassen und man sollte sein Arbeitsgebiet – den Ort – sehr gut kennen. Dies spart viel Zeit, die sich bei mehreren Kilometern Marsch pro Tag schon ansammeln kann. Idealerweise besitzt ein angehender Briefträger bereits den Führerschein und gute Fahrkompetenzen.

Zu den erforderlichen Hard Skills eines Briefträgers gehören Kompetenzen in Mathematik und Zahlenverständnis und und die Fähigkeit im Umgang mit EDV-Daten und Programmen.

Der Weg zum Briefträger

In Deutschland ist für die zweijährige Ausbildung lediglich ein Hauptschulabschluss erforderlich. Die meiste Zeit während der Ausbildung wird im Lehrbetrieb verbracht, wo die praktischen Fertigkeiten vermittelt werden. Da die Ausbildung aber dual erfolgt, ist auch ein gewisser Anteil der Berufsschule vorgesehen; diese vermittelt überwiegend die notwendige Theorie. In Österreich läuft dies ein weinig anders ab; hier ist ein Mindestalter von 18 Jahren für den Beruf erforderlich, da ansonsten die Voraussetzung des B-Führerscheins nicht gewährleistet ist. Außerdem gibt es in Österreich keine Ausbildung an sich, sondern man steigt direkt in den Beruf ein und bezieht volles Gehalt anstatt einer Lehrlingsentschädigung. Die Hard- und Soft Skills sind jedoch die selben.

Ist man bereits mit dem Beruf des Briefträgers vertraut so kann man sich selbst in einigen Bereichen weiterbilden. So steht einem die Lehre zum/zur Bürohandelskaufmann/-kauffrau offen, eine HAK, Kollegs für wirtschaftliche Berufe oder auch der Betriebswirt an einer Fachschule.
In Deutschland können Spezialisierungen angestrebt werden, die durch ein zusätzliches Ausbildungsjahr zum/zur Kaufmann/-frau für Kurier-, Express- und Postzustellungen befähigen.

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