Brillenputztuch waschen/reinigen – das gilt es zu beachten

Brillenputztuch waschen

Wer jeden Tag über mehrere Stunden hinweg seine Brille trägt, wird nicht vermeiden können, dass die Gläser irgendwann verschmutzen. Denn diese sind natürlich stetig äußeren Einflüssen wie Wasser- oder Fettspritzer beim Kochen, Staub und anderen Verschmutzungen ausgesetzt.

Aus diesem Grund müssen Brillenträger mehrmals pro Tag ihre Brillengläser säubern – und dafür wird normalerweise ein Brillenputztuch zur Hand genommen. Wer keine Einmal-Brillenputztücher verwenden möchte, greift zu Tüchern aus Mikrofaser, allerdings verschmutzen auch diese mit der Zeit und benötigen daher eine regelmäßige Reinigung. Keine Sorge – Sie müssen Ihre benutzten Brillenputztücher nicht entsorgen, wenn Sie unsere Tipps zur Reinigung befolgen.

So reinigen und pflegen Sie Ihre Brillenputztücher richtig

Einmal-Brillenputztücher kommen im Alltag zwar häufig vor, sind allerdings alles andere als umweltfreundlich: Nicht nur entsteht durch sie viel unnötiger Müll, auch alkoholgetränktes Papier lässt sich nicht so einfach abbauen und kann die Brille sogar beschädigen. Daher ist es wichtig, sich für ein wiederverwendbares Putztuch zu entscheiden, welches von Zeit zu Zeit gewaschen werden kann. Idealerweise hat man gleich mehrere Tücher zur Hand, damit immer ein sauberes zur Verfügung steht.

Während man noch vor einigen Jahrzehnten normale Taschentücher oder Textillappen mit Werbung darauf nutzte, um seine Brille zu reinigen, bestehen Brillenputztücher heutzutage meist aus Mikrofaser. Dieses Material bietet den großen Vorteil, dass es eine hohe Saugkraft besitzt und zudem relativ strapazierfähig ist.

Weil Mikrofaser äußerst durchlässig ist, kann es Wasser problemlos aufnehmen, ohne dass es sich danach klamm anfühlt. Zudem trocknet Mikrofaser deutlich schneller als ein anderes Material – es gibt das Wasser nämlich nach dem Trocknen sehr schnell wieder an die Umgebung ab.

Weiterhin besitzen Brillenputztücher aus Mikrofaser eine effiziente Oberfläche, die Schmutzpartikel sicher aufnimmt. Schlieren und Streifen sind bei Mikrofaser-Brillenputztüchern ebenfalls kein Thema. Somit entfällt das Verwenden zusätzlicher Reinigungsprodukte für die Brillengläser.

Trotzdem hält nicht jedes Brillenputztuch aus Mikrofaser den Verschmutzungen ewig stand: Es ist wichtig, es in regelmäßigen Abständen zu reinigen, was möglichst häufig erfolgen sollte. Wichtig ist, hierfür keine aggressiven Chemikalien, sondern milde Waschmittel zu verwenden.

Auch Weichspüler eignet sich nicht für die Reinigung von Mikrofaser, denn dieser kann die feinen Härchen verkleben und die besonderen Eigenschaften des Materials zunichte machen. Die beste Lösung ist es, ein Brillenputztuch aus Mikrofaser in der Waschmaschine zu waschen:

Hierfür gibt man es in ein kleines Wäschesäckchen und legt den Schonwaschgang bei einer niedrigen Temperatur ein. Sollte das Tuch Flecken aufweisen, reicht es oft schon, die betroffene Stelle etwas anzufeuchten und mit normaler Seife abzureiben, die dann mit klarem Wasser ausgespült wird.

Mikrofaser-Brillenputztücher sollten in keinem Fall trockengerubbelt oder gar mit einer Bürste gereinigt werden – davon nimmt das Material ganz sicher Schaden. Es genügt vollkommen, das Tuch an der Luft trocknen zu lassen, was meist ohnehin nur eine halbe Stunde einnimmt. Auch das Bügeln ist bei diesem Material nicht nötig.

So werden Brillengläser richtig mit dem Brillenputztuch gereinigt

In den letzten Jahren hat sich nicht nur die Beschaffenheit von Brillenputztüchern stark verändert – auch die Brillengläser selbst bestehen inzwischen aus viel mehr als nur reinem Glas. In der Regel setzen sich Brillengläser aus mehreren Schichten zusammen, wobei sich eine spezielle Härtungsschicht auf dem Grundglas befindet, welche dem Glas seine erforderliche Stabilität schenkt. Darüber befindet sich außerdem eine Entspiegelungsschicht und ganz oben schließlich eine Schutzschicht, welche die Brille vor äußeren Einflüssen schützt.

Doch genau aufgrund dieses komplexen Aufbaus kommt es bei der Reinigung eines Brillenputztuchs häufig zu Fehlern – und dann kann es passieren, dass es zu Kratzern kommt. Im schlimmsten Fall lassen sich diese dann gar nicht mehr beseitigen und stören den Brillenträger erheblich, wenn er durch die Brille sieht.

Aus diesem Grund ist auch von alkoholgetränkten Einmaltüchern abzuraten: Da Alkohol ein sehr aggressives Material ist, kann es die empfindliche Oberflächenbeschichtung der Brillengläser angreifen. Daher sind Mikrofasertücher immer die bessere Lösung – und zudem auch die umweltfreundlichere.

Sollte die Brille einmal so stark verschmutzt sein, dass ein Mikrofasertuch nicht mehr zur Reinigung ausreicht, kann mit etwas lauwarmem Wasser und einem Tropfen Geschirrspülmittel nachgereinigt werden. Danach trocknet man die Gläser ganz normal mit dem Mikrofasertuch. Küchenkrepp sollte nicht verwendet werden, da auch dieses mit seiner rauen Struktur die Gläser schädigen kann. Beachtet man diese Tipps und geht sorgsam mit seinen Gläsern um, kann man sicher sein, lange einen klaren Blick zu haben.

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