Bruttobedarf in BWL leicht erklärt + Beispiel

Als Bruttobedarf wird jene Menge an Material bezeichnet, die ein Unternehmen zur Herstellung seiner Produkte brutto beansprucht. Der Begriff wird demzufolge in der Materialwirtschaft verwendet und betrifft sowohl den Sekundärbedarf (zum Beispiel Einzelkomponenten, Flüssigkeiten zur eigentlichen Produktion) als auch den Tertiärbedarf (zum Beispiels Hilfs- und Betriebsstoffe). Der eigentliche Bedarf, der Nettobedarf, errechnet sich schließlich aus der Differenz zwischen dem Bruttobedarf und dem bereits vorhandenen oder schon bestellten Materialien.

Ermittlung des Bruttobedarfs

Zunächst wird die Anzahl der in einem Zeitraum zu produzierenden Einzelstücke (Primärbedarf) ermittelt. Angenommen es sollen 100 Stühle mit jeweils vier Beinen (Sekundärbedarf) hergestellt werden. Um den Bruttobedarf zu ermitteln, muss die Anzahl an Beinen um den Zusatzbedarf erhöht werden. Dieser beinhaltet Beine, die defekt sind, verloren gehen oder ihre Funktionsfähigkeit verlieren. In diesem Beispiel wird aufgrund von Erfahrungswerten von einem Schwund in Höhe von 5% ausgegangen. Der Bruttobedarf beträgt demzufolge 100 Stühle x 4 Beine = 400 Beine + 5% Zusatzbedarf = 420 Beine.

Bruttobedarf – Übersicht

 

  • Einsatz in der Materialwirtschaft
  • Betrifft Sekundär- und Tertiärbedarf
  • Bruttobedarf wird um Zusatzbedarf erhöht

 

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