Bruttonationaleinkommen in BWL leicht erklärt + Beispiel

Das Bruttonationaleinkommen ist die Summe aller Einkommen der Einwohner eines Landes, unabhängig davon, ob das Einkommen im In- oder Ausland erwirtschaftet wird.

Bedeutung des Bruttonationaleinkommens

Das Bruttonationalprodukt umfasst sämtliche Einkünfte eines Jahres, die von privaten Haushalten oder Unternehmen erzielt werden. Dazu zählen unter anderem Einkommen aus der Herstellung von Gütern, der Erbringung von Dienstleistungen oder auch Kapitaleinkünfte.

Die Quelle des Einkommens ist dabei unbedeutend und kann demzufolge auch im Ausland sein. Beispielsweise erhöhen die Einkünfte eines bayrischen Grenzgängers, der in Österreich arbeitet, das deutsche Bruttonationaleinkommen. Ausländer, die Einkommen in Deutschland erzielen, werden jedoch nicht berücksichtigt.

Bruttonationaleinkommen vs. Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttonationaleinkommen ist dem Bruttoinlandsprodukt sehr ähnlich. Bei seiner Berechnung muss zunächst die Differenz (bzw. die Summe) aus dem BIP und dem Saldo der Primäreinkommen mit der übrigen Welt berechnet werden. Das Ergebnis wird als Bruttosozialprodukt bezeichnet, das bis zum Jahr 1999 dem Bruttonationaleinkommen entsprach.

Heute wird das BNE anhand folgender Formel ermittelt:

BNE = BSP + Subventionen der EU – Saldo der Produktions- und Importabgaben aus der EU

In Deutschland liegt das Bruttonationaleinkommen üblicherweise etwas höher als das Bruttoinlandsprodukt.

Berechnung des Bruttonationaleinkommens

Der Ermittlung des BNEs liegt die Berechnung des BIPs zugrunde. Da dabei jedoch Leistungen von Ausländern im Inland berücksichtigt werden (Inlandsprinzip), muss das Primäreinkommen an die übrige Welt subtrahiert werden. Das BIP beinhaltet jedoch keine von Inländern im Ausland erzielten Einkünfte (Inländerprinzip), die demzufolge bei der Ermittlung des BNEs addiert werden müssen.

Bruttonationaleinkommen – Übersicht

 

  • Summe der Einkommen aller Inländer in einem Jahr
  • Arbeitseinkommen + Kapitaleinkommen
  • Unterschied zum BIP: Inländerprinzip

 

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