Buchführungspflicht in ReWe leicht erklärt + Beispiel

Die handels- und steuerrechtlichen Gesetze (§ 238 Abs. 1 HGB, § 140 und § 141 Abgabenordnung) legen Buchführungspflichten für Kaufleute fest. Grundsätzlich ist jeder, der ein Gewerbe betreibt, buchführungspflichtig. Liegt der Umsatz jedoch unter 500.000 Euro und der Gewinn unter 50.000 Euro pro Jahr gelten Erleichterungen.

Freiberufler (z. B. Steuerberater, Journalisten, Ärzte etc.) und Kleingewerbetreibende sind grundsätzlich nicht zur Buchführung verpflichtet, müssen aber ihre Betriebseinnahmen und –ausgaben aufzeichnen und eine Einnahme-Überschuss-Rechnung mit dem jeweiligen Betriebsergebnis vorlegen. Wird die freiberufliche Tätigkeit in einer Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH) durchgeführt, so gelten die Buchführungspflichten dieser Gesellschaft.

Wer buchführungspflichtig ist, muss eine doppelte Buchführung durchführen und regelmäßige Inventare, Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen erstellen.

Buchführungspflicht für Gewerbetreibende

Sobald die Grenzwerte als 500.000 Euro Umsatz und 50.000 Euro Gewinn pro Jahr überschritten werden, beginnt die Buchführungspflicht.

Buchführungspflicht

für Land- und Forstwirte
Bei Land- oder Forstwirten gelten die Grenzwerte in detaillierterer Form
– Umsätze von über 500.000 Euro im Kalenderjahr oder
Selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftliche Flächen mit einem Wirtschaftswert von über 25.000 Euro oder
– Ein Gewinn aus Gewerbebetrieb (z.B. einem Hofladen) von über 50.000 Euro im Jahr oder
– Ein Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft von über 50.000 Euro im Jahr.

Buchführungspflicht für Gesellschaften

Personengesellschaften (OHG, KG) und Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, UG) sind grundsätzlich buchführungspflichtig.

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