Budgetrestriktion in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist eine Budgetrestriktion?

Die Budgetrestriktion bzw. die Beschränkung des Budgets hat seinen Ursprung in der Haushaltstheore der Mikro-Volkswirtschaft, und veranschaulicht, welche Kombinationen von Mengen bei einer normalerweise aus 2 modellhaft angeschauten Gütern, die man auch Güterbündel nennt, bei einem gewissen Verdienst, welcher vorgegeben wird, höchstens erzielt werden kann.

Es wird hierfür folgende Formel verwendet:

X1 sind die Waren (beispielsweise Liter Buttermilch) und X2 ist die Menge der Ware 2 (beispielsweise kg Fleisch); p1 und p2 sind die jeweiligen Kosten, so dass sich folgende Formel errechnet:

x1 x p1 + x2 x p2 = Verdienst

Wenn man die Mengen dieser beiden Güter auf die Achse (sowohl vertikal als auch horizontal) einfügt, kommt eine sogenannte Budgetgerade heraus, welche dann die Mengenkombinationen aufzeigen, die für den Verbrauch des Verdienstes verantwortlich sind.

Um sich dies besser vorstellen zu können, wird auf das nachstehende Exempel verwiesen:

Für 1 Liter Buttermilch muss man 1,00 € bezahlen, für 1 Kilogramm Fleisch muss man 2,00 € bezahlen und der Verdient beläuft sich auf 60,00 €. Dann würde ein Haushalt für diesen Betrag entweder 60 Liter Buttermilch, 20 Liter Buttermilch und 20 Kilogramm Fleisch oder nur 30 Kilogramm Fleisch (wenn man keine Milch trinken möchte) bekommen.

Als Budgetrestriktion würde das bedeuten: 1 X1 + 2 X2 = 60

Die Gerade hinsichtlich Budgets würde somit durch folgende Punkte laufen: 60, 0 sowie 30, 0 laufen.

Für den Verbraucher ist somit alles, was sich direkt auf bzw. unterhalb der Budgetgerade befindet, bezahlbar.

Wenn es eine (fast regelmäßig) nachteilige Steigung der Geraden hinsichtlich des Budgets gibt, kann man dies am Preisverhältnis (-p1/p2) erkennen. Dies ist beispielsweise -1/ 2.

Veränderung hinsichtlich der Beschränkung des Budgets

Die Budgetgerade unterliegt in folgenden Fällen Änderungen:

* Wenn es eine Veränderung beim Verdienst gibt (Die Budgetgerade wird parallel verschoben; entweder nach innen, wenn man weniger Verdienst erhält oder nach außen, wenn man mehr verdient);

* Wenn eine Preisänderung der Fall ist (Es gibt eine Veränderung der Steigung der Budgetgeraden, wenn auf einmal der Preis umgeändert wird, wodurch dann auch das Verhältnis zum Preis verändert wird; oder es kann dann eine parallele Verschiebung der Geraden vorgenommen werden, wenn das Preisverhältnis wie bei einer Erhöhung der Steuern für alle Waren gleich bleibt).

Zusammenfassend kann man also sagen, dass, wenn sich die Fläche, welche unterhalb der Budgetgeraden liegt, verändert, dies lediglich die Kaufkraft eines Haushalts angezeigt.

Eine Veränderung der Budgetgerade sieht beispielsweise wie folgt aus:

Wenn sich die Kosten für die Buttermilch von 1,00 € auf 2,00 € verändern, geht die Gerade hinsichtlich des Budgets von der Ausgangs-Budgetgerade nach innen und bildet eine neue Budgetgerade; die Gerade geht jetzt durch die Positionen (30, 0) sowie (0, 30). Dies stellt eine Verkleinerung der Kaufkraft in dem Haushalt dar.

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Autor(in) des Artikels:

mm

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.

Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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