Business to Customer (B2C) in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition: Business to Customer (B2C)

Das Charakteristikum des B2C oder Business to Customer, ist darin zu sehen, dass der Hersteller einer Ware gleichzeitig dessen Verkäufer ist. Dieser Verkauf richtet sich an eine Privatperson, den Kunden. Das bedeutet, dass keine Drittperson als Zwischenhändler in Erscheinung tritt.

Onlinehandel

Dadurch ergeben sich Besonderheiten. So muss der Hersteller die Ware nicht nur erzeugen, sondern auch bewerben und vertreiben. Dazu ist eine eigene Abteilung nötig, was mit personaler Aufstockung einhergeht. Der damit in Verbindung stehende finanzielle Aufwand kann im Bereich des Onlinehandels eingedämmt werden. Das ist der Grund, warum sich der B2C Markt zu einem großen Teil online abspielt.

Beispiel für B2C Marketing

Potentielle Kunden lesen einen Blog über die Top 10 der besten Motorsägen. Über einen Link gelangen sie direkt zum Onlineshop des Motorsägen-Herstellers. Dabei ist jeder Klick der durch diesen Link erfolgt für den Hersteller sichtbar. Er kann somit feststellen wie viele Kunden durch diesen Link in seinem Onlineshop landen. Je nach Anzahl der Klicks bekommt der Betreiber des Blogs, bei ihm handelt es sich um den Werbebetreiber, eine Provision. Diese Art der online Werbung zählt in der Betriebswirtschaftslehre zum Bereich Affiliate Marketing.

Marketing

Affiliate Marketing ist eine gängige Form im B2C Markt. Sie kann in Form eines Links im Text, wie im obigen Beispiel, in Form eines Banners, eines Videos oder ähnliches zum Onlineshop führen. Auch die Art der Provision kann unterschiedlich definiert sein und sich nach Klicks oder tatsächlichen Verkäufen richten.

Gesetze

Im B2C Markt gelten andere Gesetze als beim Handel von Unternehmen zu Unternehmen. Speziell für den E-Commerce Bereich gibt es eigene Bestimmungen, auf die Acht zu geben ist. Sie sind im § 312b des BGB festgelegt und fallen in den Bereich „Außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge“. Es gibt zusätzlich europäische Bestimmungen zu beachten.

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Weitere Eigenschaften

Der Verkauf richtet sich zumeist auf eine breite Masse an Konsumenten. Somit sinkt die Individualität des Verkaufes.
Der Kunde ist der Konsument, er erwirbt die Ware zum Eigenverbrauch. Daher ergeben sich andere Möglichkeiten der Werbestrategien.
Oft kaufen die Kunden intuitiv und schnell per Mausklick. Dabei stecken oft weniger rationale als emotionale Motive hinter dem Kauf.

Zusammenfassung: Business to Customer

  • Business to Customer bezeichnet den Verkauf vom Hersteller an den Konsumenten, also
  • an eine Privatperson.
  • Am B2C sind keine Zwischenhändler beteiligt.
  • Vorrangig wird B2C über online Geschäfte abgewickelt.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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