BWL: Das Capital Asset Pricing Model – Beispiel, Formel & Definition

Capital Asset Pricing Model, abgekürzt CAPM, ist ein Kapitalmarktmodell, dem bestimmte Annahmen zugrunde liegen.

Mit diesem Model wird die Preisfindung für Kapitalvermögen durchgeführt. Es wird am Ende jedoch kein Preis festgelegt. Beim CAPM geht es um die Ermittlung der Eigenkapitalkosten und zu erwartenden Renditen. Diese Berechnung findet auf Grundlage der Risikobewertung der Investitionen statt. Es werden somit Kapitalkosten bezeichnet und als Abzinsfaktor genutzt. Aus diesem wird dann der Preis bzw. Wert des Kapitalvermögens entwickelt.

Beispiel:

Eine Frage könnte sein, wie hoch die Renditeforderungen der Investoren einer gewissen Aktie ist. Im Capital Asset Pricing Model wird die Annahme, dass große Risiken große Renditen verdienen, formelhaft und als Modell dargestellt.

Die verschiedenen Formeln

Erwartete Anlagenrendite = i + ß * (Marktrendite – i)

  • i – risikoloser Zins
  • ß – Beta-Faktor, gibt Sensibilität an, mit der ein Wertpapier auf Marktänderungen reagiert
  • Marktrendite – realisierte Rendite bei breiter Anlagenstreuung auf dem Kapitalmarkt

ß * (Marktrendite – i) bezeichnet in der Formel den Risikoaufschlag, (Marktrendite – i) steht für die Marktrisikoprämie.

Berechnungsbeispiel der Eigenkapitalkosten:

Es ist die erwartete Rendite der X-Aktie gefragt.

  • i = 2 %
  • Marktrendite = 6 %
  • ß-Faktor = 1,2

Erwartete Rendite = 0,02 + 1,2 * (0,06 – 0,02) = 0,068 = 6,8 %

Fazit: Die X-Aktie bietet eine zu erwartende Rendite von 6,8 %. Sicher angelegte Aktien bieten 2 %, breit gestreutes Kapital würde eine Rendite von 6 % einbringen. Die X-Aktie ist aufgrund des hohen ß-Faktors riskanter als andere Aktien des Index und muss dem Investor deswegen eine entsprechend hohe Rendite von mehr als 6 % bieten, damit er Kapital anlegt.

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