BWL: Was ist ein Aktiensplit? – Erklärung, Definition, Beispiel

Beim Aktiensplit handelt es sich um eine Kapitalmaßnahme einer Aktiengesellschaft, bei der bereits vorhandene Aktien in eine größere Anzahl verwandelt wird. So wird eine Aktie beispielsweise halbiert, wobei nun die 2 Aktien mit einem geringeren Nominalwert an der Börse gehandelt werden. Dies hat für die Gesellschaft den Vorteil, dass die Aktie für den Anleger optisch günstiger erscheint, damit wird eine Investition für ihn attraktiver und er kauft gerne mehrere Wertpapiere. Diese Maßnahme soll dazu dienen den Aktienkurs eines Unternehmens zu stabilisieren.

Da es sich beim Aktiensplit um eine rein optische Korrektur handelt und der Nennwert beim „Splitten“ entsprechend gesenkt wird, hat ein Anleger, der bereits Aktien von der AG besitzt, keinen Nachteil durch diese Maßnahme, zumal sich natürlich auch sein Beteiligungsverhältnis nicht ändert.

Die Voraussetzungen zur Durchführung

Ein Aktiensplit kann nur nach Zustimmung der Aktionäre erfolgen, demnach diese Kapitalmaßnahme in der Hauptversammlung angesprochen und mit einer einfachen Mehrheit abgesegnet werden muss.

Ein Beispiel:

Herr Bauer besitzt 10 Aktien für je einen Nennwert von 20 Euro. Nun beschließt die Aktiengesellschaft einen Aktiensplit vorzunehmen im Verhältnis von 1:2. Nach der Durchführung besitzt Herr Bauer 20 Aktien mit einem Nennbetrag von je 10 Euro. Es hat sich also an seiner Beteiligung nichts verändert – lediglich Nennwert und Anzahl der Aktien haben getauscht.

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