BWL: Was ist ein Zinsswap? – Definition, Beispiel & Erklärung

Zinsswap bezeichnet den Zinstausch. Unternehmen sichern damit ihre Zinsen ab. Werden beispielsweise Kredite aufgenommen unterliegen die Zinszahlungen oft Zinsänderungsrisiken aufgrund des aktuellen Geldmarktzinses. Damit kann ein Unternehmen seine Finanzplanung nicht sicher durchführen und durch steigende Zinsen in Gefahr geraten.

Der variable Zins des Kredits kann gegen einen festen Zins getauscht werden. Das Unternehmen ist gegen steigende Zinsen abgesichert, hat allerdings auch keine Vorteile von Zinssenkungen.

Beispiel:

  • Kreditaufnahme am Jahresanfang 2016 über 10.000.000 EUR mit variablem Zins auf 12-Monats-EURIBOR
  • Bei weiterer Bank wird unterdessen einen Kredit mit Zinsswap abgeschlossen, vereinbarter Zinssatz: 4 %
  • 2016: ist variabler Zins 5 %, zahlt das Unternehmen 500.000 EUR, bekommt von anderer Bank 500.000 EUR – zahlt hier aber 400.000 EUR zurück wg. Zinssatz von 4 %; Unternehmen erhält am Ende 100.000 EUR Differenzbetrag von zweiter Bank
  • Fazit: Sicherung von Festzins 4 %

wäre variabler Zins hier 3,5 % gewesen:

  • Zahlung von 350.000 an erste Bank durch Unternehmen
  • Zahlung von 50.000 EUR als Ausgleich an zweite Bank durch Unternehmen

Ein Zinstausch zwischen zwei Unternehmen ist auch möglich

Ein Payer Swap ist der Zinsswap für die Partei, die einen festen Zins zahlt und den variablen erhält. Als Receiver Swap wird der Zinsswap für die Partei bezeichnet, die einen Festzins erhält und dafür den variablen bezahlt.

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