CannaPower – 16+ bessere, legale & kostenlose Alternativen

CannaPower ist ein Download-Portal für Musik. Nicht irgendeines, die Seite zählt mittlerweile zu den dienstältesten Seiten mit einem zumindest fragwürdigen Hintergrund. Wie viele andere Seiten aus dieser „Szene“ hat sie im Lauf der Zeit einige Domainwechsel hinter sich gebracht, die Userzahlen nahmen dadurch aber nicht ab. Im Gegenteil, die Seite erfreut sich nach wie vor steigender Beliebtheit. Das Portal bietet eine riesige Auswahl an Musik aus ganz unterschiedlichen Genres. Oldies sind ebenso vertreten wie die aktuellen Chartstürmer.

Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, muss ganz klar gesagt werden, dass die Seite sich momentan noch in einer rechtlichen Grauzone befindet. CannaPower stellt seinen Besuchern keine direkten Downloadmöglichkeiten zur Verfügung. Die Betreiber stellen lediglich Links zu Drittanbietern bereit, auf denen die Daten (illegal) abgelegt wurden. Das deutsche Recht ist diesbezüglich aber eindeutig: Auch das Verlinken auf offensichtlich illegale Inhalte ist gesetzlich verboten. Im EU-Geltungsbereich sind zwar noch andere Regelungen zu finden, man kann aber davon ausgehen, dass hier zukünftig eine einheitliche Linie gefahren und diese Lücke endgültig geschlossen wird.

Außer Frage steht, dass Portale wie CannaPower die Rechte der Urheber verletzen beziehungsweise sie komplett ignorieren. Dabei ist der Künstler, beziehungsweise das ihn vertretende Label, als Einziger berechtigt zu entscheiden, wo seine Werke veröffentlicht werden. Auch die mit der Veröffentlichung verbundenen Bedingungen darf nur er vorgeben.

Die Definition von „offensichtlich illegal“

Das Verbot, „offensichtlich illegale“ Dateien und Inhalte herunterzuladen oder zu verlinken ist auf den ersten Blick eine sehr schwammig formulierte Aussage. Wir möchten an dieser Stelle kurz etwas Licht ins Dunkel bringen.

Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Wenn man komplette Diskografien eines Künstlers oder Labels oder die Top 100-Albumcharts komplett kostenlos zum Download vorfindet, kann man davon ausgehen, dass es sich um illegal zur Verfügung gestellte Inhalte handelt. Das ist schon aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, schließlich hat der Urheber Zeit, Arbeit und nicht zuletzt auch Geld in seine Werke investiert. Es ist also mehr als unwahrscheinlich, dass er all das verschenken möchte.

Natürlich gibt es immer wieder Werbeaktionen, in denen Singles und in sehr seltenen Fällen auch komplette Alben gratis zur Verfügung gestellt werden. Trotzdem sollte man skeptisch werden, wenn auf einer Plattform wie CannaPower ausschließlich kostenlose Inhalte, die an jeder anderen Stelle bezahlt werden müssen, zur Verfügung gestellt werden.

Um noch etwas mehr ins Detail zu gehen: Was genau „offensichtlich illegal“ ist, wurde auch in Deutschland noch nicht abschließend gesetzlich festgelegt. Wenn so ein Fall vor Gericht gebracht wird, obliegt es diesem, die Entscheidung darüber zu treffen. So kann das Urteil also von Gericht zu Gericht wegen des sehr großen Interpretationsspielraums unterschiedlich ausfallen. Man kann aber davon ausgehen, dass kaum jemand gegen eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung vorgehen wird. Die Gerichts- und Folgekosten können sich zuweilen bis in den fünfstelligen Bereich belaufen. Zudem ist den meisten Stammnutzern solcher Seiten durchaus bewusst, aus was für einer Quelle sie sich bedienen.

Alternativen zu CannaPower – gratis und legal

Ja, es gibt sie. Legale Alternativen, die sich über Werbeeinnahmen finanzieren und deswegen für den User ebenfalls kostenlos sind. Viele dieser Dienste stellen sogar brandaktuelle Alben zur Verfügung, ein Blick lohnt sich also auf jeden Fall.

 

ANBIETER MUSIKSTÜCKE APPS PROBEABO (MTL.) KOSTEN
Apple Music unbekannt Android, iOS, Windows ja, 3 Monate 9,99€, 14,99€
Aupeo unbekannt Android, iOS, Symbian, Windows ja, 45 Tage kostenlos, 5,49€
Deezer 35 Mio. Android, Blackberry, iOS, Windows ja, 30 Tage kostenlos, 9,99€
Google Play Music unbekannt Android, iOS ja, 30 Tage 9,99€
iTunes Radio unbekannt iOS nein kostenlos, jährlich 24,99€
Jango unbekannt Android, iOS nein kostenlos
Juke 30 Mio. Android, iOS, Windows, Sonos ja, 30 Tage 9,99€
last.fm unbekannt Android, Blackberry, iOS, Symbian nein kostenlos, 3€
napster 30 Mio. Android, iOS, Sonos ja, 30 Tage 7,95€, 9,95€
Nokia Music+ unbekannt Windows, WebApps ja, 7 Tage 3,99€
rara 22 Mio. Android, iOS, Windows ja, 3 Monate für 0,99€ 4,99€, 9,99€
Rdio 32 Mio. Android, Blackberry, iOS, Windows ja, 30 Tage 9,99€
Rhapsody 30 Mio. Android, Blackberry, iOS, Windows ja, 14 Tage 4,99$, 9,99$
Spotify 30 Mio. Android, Blackberry, iOS, Windows ja, 60 Tage kostenlos, 9,99€
Tidal 25 Mio. Android, iOS, Windows, Sonos ja, 30 Tage 9,99€, 19,99€
Xbox Music unbekannt Android, iOS, Windows ja, 30 tage 9,99€

 

Lieber die legalen Alternativen nutzen

CannaPower und ähnliche Portale schädigen die Künstler und die Rechteinhaber. Wenn sich immer mehr Musiker wegen ausbleibender Einnahmen aus dem Geschäft zurückziehen, schrumpft auch die Musikvielfalt zusehends. Schon im eigenen Interesse sollte man von daher die Finger von diesen Grauzone-Seiten lassen. Ganz zu schweigen davon, dass eine Abmahnung wegen illegalen Musikdownloads nicht nur unangenehm, sondern auch ziemlich teuer werden kann.

Die Vielzahl an legalen Alternativen ist mittlerweile groß. Durch die Werbefinanzierung haben die Nutzer immer noch die Möglichkeit, kostenlos auf riesige Musikarchive zuzugreifen. Die Rechteinhaber werden fair entlohnt, sodass am Ende nur eines entstehen kann: Eine Win-Win-Situation.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here