Cournotscher Punkt in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist der Cournotsche Punkt?

Der Cournotsche Punkt stellt den gewinnmaximierenden Punkt dar, welcher für den Monopolisten wichtig ist, und wird auf der sogenannten Preis-Absatz-Funktionsgeraden dargestellt.

Während Betriebe, welche sich auf dem Wettbewerbsmarkt bewegen, den Preis hinnehmen sowie den Gleichgewichtspreis anerkennen müssen, der ihnen angeboten wird, hat der Monopolist dagegen einen Vorteil. Er kann selbst die Höhe des Preises und auf eine gewisse Weise somit auch die Anzahl der verkauften Waren, selbst bestimmen.

Der Monopolist legt dann eher großen Wert auf seine Einnahmen und achtet auf die sogenannte Marktnachfragekurve. Hieraus kann man genau entnehmen, wie hoch die Nachfrage der Verbraucher bei einem gewissen Preis ist.

Meistens ist es auch so, dass der Monopolist einen Betrag festsetzt, welcher dann für alle gilt. (Es findet auf diese Weise keine Diskriminierung statt, d. h. er ändert nicht für jeden Verbraucher den Preis einer bestimmten Ware, nur weil der Verbraucher beispielsweise einen höheren Betrag zahlen würde).

Das Maximum des Erlöses kommt dort zu Stande, wo man die Grenzkosten sowie den Grenzumsatz gleichsetzen kann.

Wenn man dies nicht könnte, und der Grenzumsatz beispielsweise 1,00 € sowie die Grenzkosten 0,90 € betragen würden, würde es sich rentieren, mehr Waren herzustellen sowie in den Geschäften anzubieten, da der Monopolist auf diese Weise 0,10 € zusätzlich verdienen würde. (Es wird aber darauf hingewiesen, dass das Maximum des Gewinns mit dieser Berechnung noch nicht erreicht wurde.)

Der sogenannte Grenzumsatz kann somit als 1. Herleitung der Umsatz-/ Erlösfunktion gesehen werden und die Grenzkosten kann man als 1. Herleitung der Kostenfunktion angesehen werden.
Wahlweise kann man hierzu auch Cournot-Punkt sagen.

BEISPIELSWEISE KANN MAN DEN COURNOT-PUNKT WIE FOLGT ERRECHNEN:

Die Preis-Absatz-Funktion, welche den Preis p unter Abhängigkeit der Anzahl x darstellt, ist p = (100 – x) / 2.

Die Erlös- und Umsatzfunktion würde wie folgt lauten:

E (x) = X x p = X x (100 – x) / 2 = 50 x – (x2 /2).

DIE FUNKTION DER KOSTEN ENTSPRICHT

K (x) = 1.000,00 € sowie 2,00 € x X (d. h. feste Kosten in Höhe von 1.000,00 € sowie flexible Kosten von 2,00 €).

Als Grundumsatz wird die 1. Herleitung der Erlösfunktion gesehen, nämlich nach x : 50 – x.

Als Grenzkosten wird die 1. Herleitung der Kostenfunktion gesehen, nämlich nach x : 2.

DIE VORAUSSETZUNG FÜR DEN COURNOTSCHEN PUNKT LAUTEN WIE FOLGT:

Die Voraussetzung ist, dass man den Grenzumsatz mit den Grenzkosten gleichsetzen kann, das bedeutet 50 – x = 2

Wenn man dies weiter umrechnet, bedeutet dies, dass x = 48 ist.. Die sogenannte Cournot-Menge, d. h. der maximale Gewinn ist in diesem Fall 48.

Wenn man dann in der Preis-Absatz-Funktion das x durch 48 ersetzt, ergibt sich folgende Berechnung: p = (100 – 48) / 2 = 52 / 2 = 26. Der Cournot-Preis entspricht demnach 26.

Der Umsatz des Monopolisten entspricht dann 48 x 26 = 1.248,00 €.

Die Ausgaben betragen somit 1.000,00 € +2,00 € x 48 = 1.096,00 € und der Erlös ist 1.248,00 € – 1.096,00 € = 152,00 €.

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