Das Hauptbuch in VWL leicht erklärt + Beispiel

In Bereich der doppelten Buchführung findet das Hauptbuch seine Anwendung. Dabei werden hier alle angefallenen Geschäftsvorfälle eingetragen. Diese sollten zum einen systematisch und zum anderen dem sachlichen Grunde nach dokumentiert werden. Auf Basis des Journals wird dann das Hauptbuch vervollständigt, da die Geschäftsvorfälle hier in chronologischer Reihenfolge festgehalten werden. Das Hauptbuch ist dann die Grundlage für die aufzustellende Bilanz.

Das Grundbuch als Grundlage für das Hauptbuch

Generell werden alle Geschäftsvorfälle im Journal oder dem Grundbuch festgehalten und dann im nächsten Schritt in das Hauptbuch übertragen. Gerade bei der Übertragungsbuchführung ist dieses Vorgehen üblich.
Bei der Durchschreibebuchführung hingegen, werden die Einträge mittels Durchschreibepapier direkt ins Journal und ins Hauptbuch hinzugefügt.

Seit der fortschreitenden Digitalisierung und elektronischer Erfassungsprogramme werden die meisten Einträge aber direkt ins Hauptbuch eingetragen.

Richtige Führung und Abschluss eines Hauptbuchs

Der Industriekontenrahmen oder der Gemeinschaftskontenrahmens dienen hier als Vorlage für die sachgemäße Führung und den korrekten Aufbau der Hauptbücher. Der Abschluss aller Sachkonten führt am Ende des Geschäftsjahres dann automatisch zur Bilanz. Zudem wird auch die GuV, also die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Abschluss des Hauptbuchs erstellt.

Wie auch das Grundbuch, muss das Hauptbuch nach dem Prinzip der Geschlossenheit vervollständigt werden. Das bedeutet, dass alle Einträge in die Konten so erfolgen müssen, dass am Ende ein Soll-Haben-Ausgleich stattfindet. Die Aufrechnung aller Aufwendungen müssen mit den Erträgen verrechnet werden, so dass die Habenssumme der der Sollsumme entspricht.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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