Das Hedging in VWL leicht erklärt + Beispiel

Unter dem Begriff Hedging versteht man allgemein die Absicherung bestehender Positionen. Der Begriff stammt aus dem Investitionsmanagement und kommt besonders im Zusammenhang mit Hedgefonds häufig vor. Da Hedgefonds in der Regel sehr risikobehaftet sein können, macht es Sinn seine Anlagen abzusichern. So kann man beispielsweise in Form von Call- oder Put-Optionen im Bereich des Hedgings agieren.

Optionen im Aktienbereich

Der Kauf von Aktien gilt generell als relativ sichere Anlagemethode, ist aber dennoch mit dem Risiko eines Kurseinbruchs verbunden. Solche Kursschwankungen können den finanziellen Erfolg der Unternehmung komplett zerstören oder zumindest ohne Gewinne beenden. Gerade hier macht es daher Sinn, die Investitionen abzusichern. Im Bereich des Hedgings können daher bestimmte Optionen in das Investment integriert werden, die vor solchen Schwankungen schützen.

Ein Beispiel verdeutlicht das Vorgehen: Kauft ein Investor eine große Anzahl an Aktien eines gerade aufsteigenden Unternehmens, so kann er seine Investition durch den Zukauf bestimmter Optionen absichern. Eine dieser Optionen ist die Call-Variante. Sinkt der Aktienkurs nun extrem stark ab und hinterlässt den Anschein, dass dieser sich so schnell nicht wieder erholen wird, stößt der Investor die Aktien zu einem gewissen Zeitpunkt ab. Dieser kann gerade beim Einkaufspreis oder ein wenig darüber liegen, so das zumindest keine Verluste erzielt werden.

Es gibt auch die umgekehrte Variante der Put-Option. Steigen die Kurse rapide an, so kann der Investor seine Aktien auch zum Verkauf anbieten. Ist ein gewisser Punkt erreicht und der Investor erwartet keine weiteren Kurssteigerungen, macht es Sinn am höchsten Punkt zu verkaufen, um einen größtmöglichen Gewinn zu erzielen.

Diese Optionen sind immer auch mit hohen Kosten verbunden, da sie als eine Art Versicherung dienen und in der Regel von einem Börsenmakler gehandelt werden, der für seine Dienste eine gewisse Entlohnung erwartet.

  • Kurssteigerungen: Steigt der Kurs kurz- oder langfristig an, kann der Investor die Optionen verfallen lassen oder seine Aktienwerte veräußern um Gewinne zu machen
  • Kursabfälle: Sinken die Kurse langfristig ab, kann der Investor seine Anteile zu einem gewissen Satz verkaufen ohne dabei Verluste zu machen

Das Geschäft mit dem Export

Auch im Bereich der Im- und Exporte wird häufig auf Hedging zurückgegriffen. Gerade bei außereuropäischen Geschäften die bestimmten Wechselkursschwankungen unterliegen, macht es Sinn seine Geschäfte abzusichern. Unternehmen die langfristig miteinander Handel betreiben, können heute ein Geschäft abschließen, welches die nächsten 10 Jahre überdauert. Hier sind natürlich Wechselkursschwankungen zu erwarten. Um diesen Schwankungen entgegen zu wirken, wird ein fester Preis vereinbart.

  • Hedigng reduziert Risiken von Kurs- oder Wechselkursschwankungen
  • Es sichert bereits bestehende Positionen langfristig

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here