Das Hochregallager in VWL leicht erklärt + Beispiel

Hochregallager (HRL) sind zwischen 12 und 50 Meter hoch und werden hauptsächlich zur Lagerung verschiedener Güter verwendet. Je nach Größe des Lagers reicht die Kapazität für einige tausend Palettenstellplätze. Der Aufbau eines HRLs ist mit hohen Kosten verbunden, da die Konstruktion aus hochwertigem Stahl besteht und eine vollelektronische Verwaltung nötig ist.

So ist ein Hochregallager aufgebaut

Die Stahlkonstruktion muss einer Mindestgewichtbelastung standhalten. Aufbau und Planung werden individuell für jedes Lager vorgenommen. In Deutschland gibt es auch noch ein paar Hochlager die aus Holz gefertigt wurden. Dabei gibt es heute zwei Arten der Verwaltung von Hochregallagern. Es existieren zum einen vollautomatische Hochregallager und manuell bedienbare Regalanlagen.

Das Lager wird dabei in verschiedene Regalreihen aufgeteilt und sind von Gassen getrennt, um Waren ein- oder auszulagern.

Jedes Hochregal hat auch eine Vorzone. In dieser Vorzone werden Güter angeliefert oder bestellte Waren abgeholt. Dabei sind beide Bereiche klar voneinander abzugrenzen, damit es nicht zu falschen Kommissionierungen kommt.

Dadurch lassen sich Lagerort und Anzahl der Güter einfach bestimmen. Die Lagerung im Hochregallager ermöglicht auch eine permanente Inventur, da die Waren sofort bei Ab- und Eingang erfasst und im System eingespeist werden.

Pro und Contra des Hochregallagers

Hochregallager sind platzsparend und können zur optimalen Flächennutzung in großen Hallen eingesetzt werden. In die Höhe zu planen ist wesentlich sinnvoller als in die Breite oder Länge. Zudem ist diese Variante in Kombination mit vollautomatischen Verwaltungssystemen extrem effizient. Da hier keine menschlichen Lagerkräfte sondern Maschinen das Be- und Entladen der Regale übernehmen, wird auch die Gefahr von Transportschäden um ein vielfaches verringert. Die eingesparten Personalkosten kommen dem Unternehmen zugute, da sich die Kosten für die Lagerlogistik damit deutlich verringern lassen.

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Ein Nachteil des Hochregallagers ist dessen fehlende Flexibilität im Bereich Umbau und Anpassung. Man sollte daher lange in die Zukunft planen und gewissen Ausweichmöglichkeiten bereithalten. Ein Umbau dieses Lagersystems ist mit hohen Kosten und einem langen zeitlichen Aufwand verbunden.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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