Das kunstseidene Mädchen – Inhaltsangabe & Zusammenfassung

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Inhaltliche Angaben

„Das kunstseidene Mädchen“, ein Zeitroman, der von Irmgard Keun um 1932 verfasst wurde. Der Roman beschreibt die misslichen Umstände und vor allem, die daraus resultierenden sehnlichsten Wünsche der Bevölkerung im Zeitraum der Weltwirtschaftskrise. Die Hauptfigur ist eine junge Frau namens Doris, die aus ihrem kleinlichen Umfeld entkommen will und bedingt einer Flucht das Großstadtleben kebnen lernt. Dabei träumt sie, so zu leben, wie die Leute in den Filmen und beschließt „Ein Glanz“ zu werden.

Das Sommerende und das kleinbürgliche Leben

Doris kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Sie lebt in der rheinischen Provinz mit ihrer Mutter und ihrem alkoholkranken, arbeitslosen Stiefvater zusammen. Für ihr Zimmer muss Doris viel von ihrem Gehalt, das sie als Sekretärin bei einem Rechtsanwalt verdient, abgeben.

Die junge Frau ist sehr selbstbewusst und hält sich für eine Person zu der man hinauf schauen muss </strong>. Doris träumt von einem Leben wie in den Filmen. Aber da sie keinen Berufsabschluss vorweisen kann, ist eine Umsetzung ihres Traumes nur schwer möglich. Durch unzählige intime Beziehungen lernt Doris, wie sie die Männer zu ihrem Vorteil nutzenkann. Es gelingt ihr sogar mittels verführerischen Blicken ihren Chef um den Finger zu wickeln, damit er nicht Doris ihre zahlreichen Tippfehler in den Dokumenten entdeckt. Aber als dieser mehr will, weißt Doris ihn ab. Schließlich erhält sie die Kündigung.

Ihre Mutter verschafft Doris eine Statistenrolle am Theater. Um dort großes Ansehen zu erhaschen, stellt Doris die Behauptung auf, eine Affäre mit dem Direktor des Theaters namens Leo Olmütz zu haben. Doris erhält eine kleine Rolle und verschafft sich die Aufnahme in die Schauspielschule. Als sie unverhofft auf ihre damalige große Liebe trifft, entwendet Doris einen Pelzmantel und ergreift die Flucht nach Berlin.

Herbstwende und das Abenteuer Großstadt

Ein Ausschnitt aus „Das kunstseidene Mädchen“ handelt von der jungen Frau, wie sie mit dem Taxi durch die Großstadt fährt und dabei von einem glücklichen Leben träumt. Meistens wird sie von Männern mitgenommen, die ihr die Fahrt bezahlen. Dann überfällt ihr sehr oft ihr Traum von einem luxuriösen Leben und vergisst dabei ihr reales Leben.

Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Da die Hauptfigur selbst in den Handlungen verwickelt ist, handelt es sich um das erlebende Ich. Irmgard Keun benutzt eine Erzählweise, die von außen betrachtet wird.

Doris macht im Roman deutlich, dass sie mit ihrem realen Leben nicht zufrieden ist: „Mein Kopf war ein leeres, schwirrendes Loch“ (Zeile 1). Hier wird gleich verdeutlicht, dass die Hauptfigur innerlich überhaupt nicht zufrieden ist. Das Taxi verkörpert den Ausfluchstsort für ein sorgenfreies Leben. Im Taxi flüchet Doris in ihre Traumwelt. Ihr großes Idol ist die britisch-deutsche Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Lilian Harvey.

Die Eindrücke Berlins lösen regelrecht positive Reize in Doris aus. Da Doris sich nicht ummeldet, weil sie Angst hat gefunden zu werden, kann sie in Berlin keine geregelte Arbeit ausüben. Sie muss sich ihre Großstadtleben, mittels diverser Männerbekanntschaften finanzieren. Die Männer lernt Doris in Musikbars im Bereich des Ku`damms und der Friedrichstraße kennen. Auf der einen Seite möchte Doris finanzielle Sicherheit von einem Mann. Zum anderen wünscht sie sich Liebe.

Berlin ist für Doris eine eindrucksvolle Großstadt. Dennoch plagt sie sich mit großer Heimweh. Zeitweise hat Doris üngenügende finanziele Zahlungsmittel.

Für einen kleinen Augenblick genießt sie das luxuriöse Leben indem sie eine Liebschaft mit einem reichen Mann eingeht. Nach kurzer Zeit wird er verhaftet und sie verliert einen wesentlichen lebhaften Traum. Doris muss wieder einen Weg finden nach oben zu kommen, um die Aufmerksamkeit zu erhalten, die sie sich wünscht.

Langer Winter und ein Wartesaal

Dort ist ohne Obdach und lebt auf der Straße. Im Bahnhofsviertel lernt sie Karl, einen arbeitslosen Maschinenschlosser kennen. Karl lebt in einer Gartenlaube und verdient sich etwas Geld, indem er selbstgezogenes Gemüse verkauft. Karl will Doris zu sich mitnehmen. Doch sie entzieht sich dem. Karl kann ihr nicht das Leben bieten, welches sie sich erträumt. Ein sicher etablierter Mann nimmt Doris mit und gewährt ihr ein zu Hause, ohne jegliche erotische Absichten. Ernst, der von seiner Frau verlassen wurde, ist nicht im Stande je einer anderen Frau sein Herz zu schenken.

Mit der Zeit verliebt Doris sich in Ernst. Zur gleichen Zeit sendet die Frau von Ernst einen Brief mit der Bitte um Vergebung. Doris sorgt dafür, dass Ernst den Brief nicht bekommt. Sie wünscht sich sehnlichst die körperliche Nähe zu Ernst. Doch Ernst kann darauf nicht eingehen. Sie nimmt Abschied von Ernst und benachrichtigt die Frau von Ernst, dass sie über alles von ihm geliebt wird und er auf sie warte.

Doris ist erneut auf der Straße. Sie stellt sich die Frage, ob das luxuriöse Leben doch nicht alles sei und geht zu Karl in die Gartenlaube.

Das enorme Selbstbewusstsein von Doris kommt sehr deutlich zum Ausdruck. Durch die permanente Abhängigkeit wird dennoch eine gewisse Unsicherheit in Doris ausgedrückt. Im Roman „Das kunstseidene Mädchen“ wird die Hauptfigur Doris in einer kindlichen und realitätsfremden Ausgangslage dargestellt. Sie ist von ihren Illusionen und Träumen im Bezug aud die Realität geblendet.

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