Das Rating in VWL leicht erklärt + Beispiel

Bei einem Ratenkredit handelt es sich um einen in der Bank üblichen Kredit bei dem die Kredittilgung via Annuitätentilgung erfolgt. Die Teilzahlungen, die in einem festgelegten Zeitraum erfolgen sind gleich hoch. Die Annuitäten bestehen hierbei aus einem festen Zins- und Tilgungsanteil. In der Wissenschaft besteht keine exakte Definition für den Ratenkredit. Aus der Definition von Seiten der Finanzwirtschaft ist die Begrifflichkeit des Ratenkredits nicht existent. Die Begrifflichkeit ist jedoch aus kommerziellen Gründen recht weit beim Kunden verbreitet, so dass sie auch von der Finanzwirtschaft so genutzt wird.

Die Ratingeinstufung

Umgangssprachlicherweise, versteht an die Bonitätseinstufung eines Staates oder auch eines Unternehmens als Rating. Grundvoraussetzung hierbei ist, dass das Rating jedoch von einer externen Rating-Agentur vorgenommen werden muss. Ein Rating gibt infolge dessen Auskunft darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das bewertete Wirtschaftssubjekt seinen sogenannten Zahlungsverpflichtungen auch vollumfänglich nachkommt. Je positiver hierbei das Rating ausfällt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbindlichkeiten auch getilgt werden. Denn die finanzielle Stabilität des Unternehmens oder auch des Staats sind gegeben.

Bei der Bewertung im Rahmen des Ratings erfolgt die Einstufung der autarken Wirtschaftssubjekte in der Form der ordinalen Skala. Bei größeren Ratingagenturen wird die Eingruppierung der Wirtschaftssubjekte in AAA, BBB oder CCC vorgenommen. Das bedeutet genauer, dass AAA steht für die höchst mögliche Bonität eines Wirtschaftssubjektes. Werte, die jedoch unter CCC liegen sind schlecht. Je höher das Rating ist, umso positiver gilt die Bonität. Da hier jedoch eine Ordinalskalierung gegeben ist, bedeutet es nicht, dass AAA doppelt so gut ist wie BBB. Die Klassifikationen sind hierbei durchaus differenziert zu bewerten.

Welche Auswirkungen hat solch ein Rating für die Wirtschaftssubjekte

Wichtig ist ein Rating grundsätzlich immer dann, wenn es darum geht Fremdkapital aufzunehmen. Denn Kreditgeber haben ein grundsätzliches Interesse daran, das geliehene Geld innerhalb des definierten Zeitabschnitts, mit höchst möglicher Wahrscheinlichkeit auch wieder zurück zu erhalten. Sollte ein schlechtes Rating vorliegen, so werden die Kreditgeber immer einen sogenannten Risikoaufschlag auf die Verzinsung erheben.

Dieses Risiko wird hierbei beim Rating ausgedrückt. Sollte also ein gutes Rating vorliegen, so bescheinigt das dem potenziellen Kreditnehmer infolge dessen eine hohe Bonität. Deshalb müssen Verbraucher mit einer guten Bonität auch vergleichsweise weniger Zinsen bei der Fremdkapitalaufnahme zahlen. Wenn die Bewertung der Bonitat des Wirtschaftssubjektes, jedoch schlecht ausfällt, so steigt das Kreditausfallrisiko und die Kreditgeber verteuern den entsprechenden Zinssatz durch einen Risikoaufschlag für die Verleihung des Geldes. Der Kredit wird für den Kreditnehmer infolge dessen teurer. Wenn ein Ratng ganz besonders schlecht ist. Dann ist es für die entsprechenden Wirtschaftssubjekte auch meist nicht möglich Fremdkapital zu leihen, da die Kreditmittelgeber hier einen Verlust der Kapitalsumme befürchten.

Der Begriff Rating in Kürze

  • Bei einem Rating wird eine Bonitätseinstufung eines Wirtschaftssubjektes vorgenommen
  • Ein Rating erfolgt meist im Rahmen einer Ordinalskalierung
  • Das Rating hat einen existentiellen Einfluss auf die Fremdkapitalaufnahme

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