Das Retourenmanagement in VWL leicht erklärt + Beispiel

Das Retourenmanagement beschreibt eine dispositive Aufgabe, dass vor allem in größeren Handelsunternehmen oder im Online-Handel eingesetzt wird. Es behandelt die Problematik der vom Kunden zurückgegebenen Ware. Es ist von steigender Relevanz, da immer mehr Unternehmungen über die gesetzl. Gewährleistungs- sowie Umtauschrechte hinaus eine sehr hohe kulante und kundenfreundliche Haltung aufweisen. Das Retourenmanagement ist auch aufgrund dessen von wichtiger Bedeutung, da die mit dem Umtauschen verbundenen Kosten in verschiedenen Branchen sowie bei einzelnen ungünstigen Konstellationen von Warenwert und dem Umtauschverhalten den gesamten Unternehmenserfolg wesentlich schmälern können.

Das Retourenmanagement bearbeitet Warenströme in entgegengesetzter Richtung

Mittlerweile hat es sich in fast allen Branchen eingebürgert, dass Ware zurückgenommen werden, wenn sie nicht gefallen oder auch ganz ohne Grundangaben. Es kann passieren, dass Waren gleich oder auch zum Saisonende zurückgegeben werden und nur mit wesentlich hohen Abschlägen verkauft werden können. Des Weiteren lässt die Sorgfalt der Kunden ebenso nach. Sie sind nicht bereit eine Nutzungspauschale für die Waren oder ähnliches zu bezahlen.

Teilweise wird das Retourenmanagement auch gezielt zur Kundenbindung sowie zum Absatz neuer Produkte genutzt.

Die Abwicklung der speziellen Retouren-Logistik ist oft zeit- und kostenintensiv. Die wichtigste Frage lautet bis zu welcher genauen Umtauschfrist sowie in welchem Erhaltungszustand die Ware sein muss, um noch Abschlagslos als Neuware verkauft zu werden. Das können z.B. „Warenlager-Deals“ oder „Sonderverkauf aus geprüften Rückläufern“ bzw. Sonderposten-Händler sein. Beinahe in allen Fällen muss das Unternehmen hierbei einen Teil des Brutto-Deckungsbeitrages aufwenden. Das Retourenmanagement nimmt auch am Kampf gegen Ladendiebstähle teil. Kassenzettel sowie -quittungen müssen hierbei Sicherheitsmerkmale aufweisen.

Die Abwägung von kognitiven Dissonanzen, der Kundenbindung sowie der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Neben den operativen Punkten beinhaltet das Retourenmanagement auch die Verankerung in der Unternehmensphilosophie sowie in der strategischen Ebene.

Der Handel mit einem entsprechend hohen Bargeldanteil ist bei dem Retourenmanagement ein Nachteil, da man Kunden mit absurden Umtauschwünschen auch nicht sperren kann.

Das Retourenmanagement, die Zusammenfassung

• Die Festlegung von unterschiedlichen Umtauschgrundsätzen über das sogenannte gesetzliche Maß hinaus, ist hierbei eine strategische Entscheidung eines Unternehmens
• Bei dem Retourenmanagement ist äußerste Sorgfalt geboten, um unternehmerischen, wirtschaftlichen Schaden auszuschließen.
• Die Sperrung von Kunden mit zu hohen Retourenquoten ist ein weiterer Teil

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